Herzlich Willkommen.

Auf meiner Homepage werde ich in erster Linie über meine Kakteen berichten. Ein kleiner Raum ist aber auch meinen anderen Hobbies - dem Patchworken und Quilten, dem Stricken und dem Herstellen von Teddybären - gewidmet. Ich hoffe, dass Euch meine Seite gefällt und wünsche viel Spaß beim Stöbern.

Elke

Schlagworte:

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Tagebuch (Seite 2)

Ein Schluck aus der Kanne

Ganz allmählich wird mein Wohnzimmer wieder voller. Nach und nach hole ich die Sämlinge schon aus ihrem Winterquartier und gieße sie an. Die Echinocereen (sowohl Pflanzen als auch Sämlinge) stehen bereits ein paar Tage draußen im Frühbeet, ebenso die meisten Lobivien und die eine oder andere kälteverträgliche Pflanze. Heute nieselt es leicht bei etwa 10 °C, so dass ich die Deckel der Frühbeete geöffnet habe, um den Pflanzen schon etwas Feuchtigkeit zu geben. Auf den Außenfensterbänken stehen ein paar Echinofossulocactus, Oreocereus (die mögen es sogar feucht und kühl), Rebutien und Chamaecereus-Hybriden. Diesen habe ich einen Schluck aus der Gießkanne, versetzt mit etwas Vitanal, gegeben. Hoffentlich bleiben die Nächte jetzt auch über Null Grad, sonst könnte ich doch ein Problem bekommen.

Derweil habe ich begonnen, Erde zu bewegen im Garten an der Stelle, wo hoffentlich im Laufe dieses Jahres mein Gewächshaus stehen wird. Noch ist nicht viel Interessantes zu berichten, deshalb werde ich zu gegebener Zeit eine Extra-Rubrik über den Bau einrichten.

Von Elke Seidel

Neue Aussaatstation fertig

Endlich können sich meine Sämlinge sonnen, auch wenn der Himmel draußen trübe ist. Denn heute ist meine neue Aussaatstation fertig gestellt worden (Danke!).

Aussaatstation_001.JPG

Das Licht sieht schon etwas mystisch aus. Aber wenn's hilft! Zur Technik: Es wurde drei Halterungen für jeweils 2 Leuchtstoffröhren à 18 Watt von unten unter die Bretter eines 90 cm breiten Holzregals geschraubt. Bestückt wurden diese Halterungen mit insgesamt 6 Leuchtstoffröhren (60 cm lang) "Lumoflor 18 W Narva". Ähnliche Leuchtstoffröhren gibt es auch von Osram. Die ganze Lichtkonstruktion hat knapp 100 Euro gekostet, wobei die Kabel, welche noch installiert werden mußten, und das Regal bereits vorhanden waren und in diesem Preis demzufolge auch nicht enthalten sind. Ich beabsichtige, diese Beleuchtung etwa an 90 Tagen im Jahr jeweils 12 Stunden einzuschalten und habe dafür rund 30 Euro an Stromkosten veranschlagt. Wenn die Sämlinge dadurch im Winter durchkultiviert werden können und ich kompaktere Pflanzen erziele, kann ich mit diesen Kosten leben.

Aussaatstation_002.JPG

Die oberste Abdeckung ist eine einfache Sperrholzplatte. Insgesamt passen nun 9 Zimmergewächshäuser unter die Lampen (6 x die größeren "Adrian" von der Firma Romberg und 3 x die normalen).

Aussaatstation_003.JPG

Von Elke Seidel

Tag 1 vom neuen Frühling

Heute war ich zum ersten Mal in diesem Frühling (eigentlich ist ja noch Winter) im Garten, habe in der Erde gebuddelt, die ersten Umräumaktionen für das noch zu errichtende Gewächshaus getätigt und die winterharten Kakteen von ihrem Platz unter dem Plexiglasdach an ihren Sommerstandort unter dem Hausdach gestellt. Sie haben den Winter gut überstanden. Auf der Fensterbank im Hintergrund stehen schon seit einigen Tagen ein paar Echinocereen und Lobivien. Bald werden sie wieder ins Frühbeet bzw. unter das Plexiglasdach umziehen. In den nächsten Tagen ist uns WÄRME versprochen worden!

Neubeginn2012.jpg

Die Seite mit den Adenien habe ich durch ein paar aktuelle Fotos bereichert.

Von Elke Seidel

Hausputz und Plagegeister

Schon länger habe ich beobachtet, dass einige Chamaecereus-Hybriden an den Trieben immer rostiger wurden. Im Verlauf des Winters - leider komme ich an manche Pflanzen nur sehr schlecht heran - fiel mir dasselbe Phänomen an erst kürzlich hinzugekommenen Lobivien auf. Meinen Recherchen zufolge dürfte es sich hierbei um den allseits gefürchteten Spinnmilbenbefall handeln. Trotz Lupe konnte ich auf der Epidermis allerdings keine Kriechtiere entdecken. Dennoch war guter Rat teuer und die Angst groß, dass die Plage auch auf die anderen Pflanzen übergreift. Zum Glück beschränkte es sich auf einen einzelnen, separaten Raum. Ich habe dann sämtliche betroffenen Pflanzen mit einem Neem-Extrakt eingesprüht, der dem Ungeziefer und seiner Nachkommenschaft den Garaus machen soll. Drei Chamaecereus-Hybriden und die eine oder andere Lobivie habe ich aber vorsichtshalber gleich komplett entsorgt. Denn selbst dann, wenn die Plage gestoppt wird, bleibt doch das unschöne Aussehen der Pflanzen weiterhin bestehen. Eigentlich kann man gar nicht erkennen, wann die Behandlung erfolgreich war. Einzig die Tatsache, dass im Verlauf der Monate keine Neuerkrankungen an anderen Pflanzen festzustellen sind, läßt vermuten, dass die Ausbreitung gestoppt werden konnte. Diese Aktion, die noch nicht durchgestanden ist, hat mir auf jeden Fall sehr drastisch vor Augen geführt, dass man vorsorglich wohl doch gegen Schadinsekten an ALLEN Pflanzen vorgehen muß, möglichst mehrmals im Jahr. Ich werde mir zu dem o. g. Neem-Extrakt nun auch noch das Mittel Kanemite besorgen, welches explizit für bzw. gegen Spinnmilben geeignet sein soll.

Auch von vereinzelten Wolläusen kann ich mich leider nicht freisprechen. Bei einer Handvoll Kakteen im Haushalt kann man sicher noch gut einen Überblick behalten, ob sie da sind oder nicht. Aber bei einigen Hundert ist es schon Zufall, wenn man mal die weißen Puschel entdeckt. Da wird sofort gespritzt, so gut es geht. Bis jetzt kann ich auf jeden Fall noch nicht behaupten, dass das Viehzeug überhand genommen hätte. Und nun geht es ja bald wieder an die frische Luft, dann werde ich auf der Wiese großzügig mit der 5-Liter-Spritze alles einmal einsprühen. Wollen wir doch mal sehen, wer hier die Oberhand behält! Ach ja, die dritte Plage, die ich festgestellt habe, sind die allgegenwärtigen Trauermücken. Diesmal kamen sie aus der humosen Erde einiger Perioskopsis-Stecklinge. Hier genügte anscheinend schon eine einmalige Wassergabe, dem zwei Tropfen Neudomück (von der Firma Neudorff) zugefügt wurde. Auf jeden Fall kann ich jetzt wieder in Ruhe ein Buch lesen, ohne dass mir dauernd die kleinen, schwarzen Plagegeister ums Gesicht schwirren und sich frech auch noch in meine Nasenlöcher setzen wollen. Fazit: Es gibt für alles ein Mittel, man muß nur wissen, welches.

Primeln.jpg

Da es ja nun endlich ganz entschieden milder wird - kein Nachtfrost mehr und Tagestemperaturen zwischen 8 und 10 °C - ist natürlich auch im Kakteenlager ein Hausputz angesagt. Einige Kandidaten haben den Winter einfach nicht überstanden, da habe ich jetzt die Hoffnung aufgegeben und sie entsorgt. Ob das zu warme Winterlager daran Schuld ist oder einfach der Sommer zu kühl und feucht war und die Pflanzen sich im Garten einen Pilz eingefangen haben - ich weiß es nicht. Auch einige Sämlinge, die einfach für eine trockene Überwinterung noch zu klein waren, haben es nicht geschafft. Aber aus Fehlern kann man ja bekanntlich nur lernen, und so schade es ist, wenn erwachsene Pflanzen kaputt gehen, so schafft es doch Platz für Neuzugänge. Aber davon ein anderes Mal.

Von Elke Seidel

Tote Hose

Leider gibt es im Augenblick noch nicht viel zu berichten. Die Lichtverhältnisse für die Aussaaten sind schlechter geworden, nachdem seit zwei, drei Tagen das Wetter umgeschlagen ist von winterlich-sonnig auf usselig-naß. Ab und zu ein paar Schneeflöckchen, der Himmel entsprechend grau, dafür aber die Außentemperatur knapp über Null Grad.

Heute bekam ich noch einmal 40 Adenium-Samen, die ich am Wochenende aussäen werde. Wenn Zeit und Lust vorhanden ist, werden dann auch gleich noch ein paar Astrophyten und Mammillarien mit ausgesät. Die Lobivien werde ich wohl erst in einem Monat oder so auf die Erde bringen, weil sie anscheinend besonders lichthungrig sind und sehr schnell in die Länge schießen.

Bis dahin sind noch ein paar Tage Zeit und ich leg mich jetzt lieber mit einem Buch aufs Sofa und träume von meinem Gewächshaus.

Von Elke Seidel

Brrr - kalt

Heute hat mein Außenthermometer die bisher niedrigste Temperatur mit minus 14,4 °C um 7:30 Uhr angezeigt. Der Deckel vom Frühbeet ist zugefroren. Na toll, schlechte Karten für die Winterharten, die eigentlich nur - 12 °C vertragen sollen. Aber in den nächsten Tagen sollen die Temperaturen wieder etwas ansteigen. Der Himmel ist sehr grau und beschert uns ein paar Schneeflocken. Ich hoffe, es wird nichts Ernstes daraus.

Gestern habe ich noch 2 x 28 Töpfe mit Samen befüllt. Diesmal waren es wieder die Echinopsis/Tricho-Hybriden, von denen ich jetzt genau 100 Portionen ausgesät habe. Ich freue mich schon aufs Pikieren! Die zweite Schale beherbergt fast nur verschiedene Arten von Melocactus. Einige Melos (natürlich nicht die von gestern) sind schon sehr gut gekeimt, wie eigentlich die gesamte bisherige Aussaat ein recht positives Keimverhalten zeigt. Auch die Erd-/Katzenstreu-Mischung scheint bisher keine Probleme zu machen (kein Schimmel, keine Algen). Hoffentlich bleibt es so.

Von Elke Seidel

Termine 2012

Bald beginnen sie ja wieder, die Termine für uns Kakteen-Liebhaber. Hier mal eine kleine Auswahl von Veranstaltungen, die für mich innerhalb des Erreichbaren liegen. Dazu vielleicht noch eine Standortbestimmung: Ich wohne mitten im Ruhrgebiet, NRW, in der Nähe von Dortmund. Die fettgedruckten Termine sind jene, zu denen ich bestimmt fahren werde. Für Wiesbaden und für unser hoffentlich wieder tolles Forentreffen meines Lieblingsforums in Bonn und Düren habe ich bereits Zimmer gebucht. Auf diese Veranstaltungen freue ich mich ganz besonders. Die DKG verlegt in diesem Jahr ihre Hauptversammlung nebst einem großen Kakteenmarkt nach Münster, das ist gerade mal 50 km von mir entfernt. Logisch, dass ich mir dies nicht entgehen lasse. Aber hier nun die Termine:

21.04. und 22.04.2012 - Wiesbadener Kakteenschau + JHV Hybriden AG (Hessen)

28.04. und 29.04.2012 - Frühjahrspflanzenmarkt Gruga Essen (NRW)

12.05. und 13.05.2012 - Bonsaitage NRW Gruga Essen (NRW)

19.05. und 20.05.2012 - Treffen der Pflanzenfreunde, Gewächshaus Krieger, Herdecke (NRW)

09.06. und 10.06.2012 - Kakteenausstellung und

DKG-Hauptversammlung in der Stadthalle Münster-Hiltrup (NRW) 

30.06. und 01.07.2012 - Kakteen- und Sukkulentenmarkt Gruga Essen (NRW)

14.07. und 15.07.2012 - Forentreffen meines Kakteenforums in Bonn und Düren  (NRW)

08.09. und 09.09.2012 - Pflanzenraritätenmarkt Gruga Essen (NRW)

 

Wetterbericht:

02.02.2012 Temperatur um 7:00 Uhr - minus 10,5 °C, tagsüber sonnig

03.02.2012 Temperatur um 7:00 Uhr - minus 12,5 °C, leicht bewölkt

Von Elke Seidel

Blu-blu-bluna

Wir sind alle ein bißchen Bluna - so der Kommentar eines Kakteenfreundes. Ja, sind wir wohl, wir leiden alle an derselben Krankheit. Kakteenwahn. Unheilbar. Aber schön!

Gestern und heute habe ich weitere etwa 40 Samenportionen ausgesät. Darunter diesmal die eher schweren Kaliber, wie Ferocactus und Echinocactus (unter anderem Echinocactus horizonthalonius). Die dicken und nicht ganz billigen Samen habe ich alle einzeln mit einer Pinzette auf die Erde gebracht. Das schult die Feinmotorik. Die reinste Meditation. Hinterher weiß man, was man getan hat. Hauptsache, es macht Spaß. Bluna ist manchmal gar nicht so verkehrt.

Von Elke Seidel

Im Schwitzkasten

Die ersten Aussaaten sind nun 4 bzw. 5 Tage alt und stehen im Schwitzkasten. Einige Samen sind tatsächlich schon gekeimt. So sieht es jetzt aus:

Aussaat_Schwitzkasten.jpg

In jedes der Mini-Gewächshäuser "Adrian" von Romberg passen 40 Töpfchen mit einem Kantenmaß von 5 x 5 cm. Wie sieht meine Aussaaterde aus? Nach verschiedenen Versuchen in den letzten zwei Jahren mit unterschiedlichen Substratzusammensetzungen bin ich jetzt zu der Erkenntnis gelangt, dass ich mit relativ einfachen Mitteln versuche auszukommen. Ich habe ganz normale Aussaaterde aus dem Gartencenter in einem Bratenschlauch einer bekannten Firma (man sieht es ja auf dem Bild) im Backofen bei etwa 130 °C für 45 Minuten sterilisiert. Bevor ich den Schlauch verschlossen habe, wurden noch zwei Tassen Wasser auf die Erde gegeben. Auf diese Weise habe ich drei Portionen Aussaaterde - jeweils 2,5 bis 3 Liter - behandelt.

Aussaaterde_sterilisiert.jpg

Die Erde hatte dann Zeit abzukühlen. Später habe ich sie in einer großen Plastikbox (die Aufbewahrungskisten mit Deckel sind sehr praktisch) mit mindestens der gleichen Menge, eher etwas mehr, dieses Katzenstreus gemischt:

Aussaaterde_Avancat_Moler.jpg

Es heißt "Avancat De Luxe" und ist über den Onlineshop der Firma Freßnapf erhältlich. In den Geschäften gibt es dieses spezielle Katzenstreu nicht zu kaufen. Vorteilhaft ist es, sich gleich mit mehreren Säcken einzudecken. Ich habe gleich 4 Stück bestellt und hatte dadurch noch einen Preisvorteil. - Warum nun Katzenstreu und wieso ausgerechnet dieses? Es handelt sich laut Auszeichnung um so genanntes "Moler". Dabei handelt es sich um ein Naturprodukt aus Diatomeen und Ton, welches nur an bestimmten Stellen in Dänemark vorkommen soll. Es hat eine körnige und poröse Struktur und ist sehr saugfähig. Bisher habe ich relativ teures Kieselgur verwendet, was eigentlich genauso aussieht und anscheinend dasselbe ist, wie dieses Katzenstreu. Ich mag mich nicht mit Chemikern anlegen, die diese Aussage sicherlich zerlegen würden, aber in einschlägigen Foren wird dieses Katzenstreu als gleichwertige und preiswerte Alternative zu Kieselgur gehandelt. Auf jeden Fall habe ich die Aussaaterde und Avancat DeLuxe in einem Mischungsverhältnis von etwa 1 : 1,1 oder 1,2 als Aussaatsubstrat verwendet. Ein paar Hände voll Blähschiefer und Perlite habe ich noch hinzugefügt, aber nur, weil ich sie gerade zur Verfügung hatte und nicht, weil es unbedingt nötig gewesen wäre. Meines Erachtens ist diese Mischung schön locker und auch das Wasser zum Anstauen wurde sehr schnell bis an die Erdoberfläche transportiert. Angegossen habe ich übrigens mit abgekochtem Wasser, in welchem ich pro 2-Liter-Gießkanne eine Tablette mit 0,5 g Chinosol (Apotheke) aufgelöst habe. Diese Lösung kann man gleich zu Beginn der Arbeit ansetzen, dann ist das Wasser bis zum Angießen wieder weitgehend abgekühlt und die Chinosol-Tablette löst sich viel besser auf. Die Wirkung von Chinosol ist übrigens pilzhemmend. Nun bleibt nur noch abzuwarten, wie die Keimerfolge und das weitere Wachstum in dieses Erdmischung sind.

Von Elke Seidel

Vorsicht, Frost!

Die Temperaturen sinken (aber bisher nur leicht). Aber ab Dienstag Nacht soll es auch bei uns runtergehen. Daher habe ich heute meine Winterharten, von denen manche nur bis - 12 °C vertragen sollen, mit Tomatenvlies abgedeckt. Im Frühbeet steht bisher auch noch ein Echinocereus apachensis. Bisher hatte ich ihn noch nie draußen. Ich denke, dass ich ihn spätestens bei - 10 °C lieber ins Haus hole, falls es noch dazu kommen sollte, dass es so kalt wird. Eigentlich stehen die Zeichen doch schon auf Frühling, die Schneeglöckchen und die Winterlinge verheißen dies zumindest.

Von Elke Seidel