Herzlich Willkommen.

Auf meiner Homepage werde ich in erster Linie über meine Kakteen berichten. Ein kleiner Raum ist aber auch meinen anderen Hobbies - dem Patchworken und Quilten, dem Stricken und dem Herstellen von Teddybären - gewidmet. Ich hoffe, dass Euch meine Seite gefällt und wünsche viel Spaß beim Stöbern.

Elke

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Tagebuch (Schlagwort: aussaat)

Frisch gewagt ist halb gewonnen

Ich habe mich heute gewagt, einen großen Teil der Lobivien ins Außenregal zu stellen. Es war absolut toller Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen. Soweit mir der Wetterbericht sagt, soll es zwar wieder kühler werden am Wochenende, aber die Nachttemperaturen sollen bei plus 4 °C liegen. Leichter Regen wird wohl auch kommen. Solange sich das so im Rahmen hält, vertraue ich darauf, dass die Pflanzen das ab können. Angegossen habe ich sie noch nicht. Notfalls sind es nur wenige Meter bis ins Gewächshaus. Allerdings habe ich dort heute ordentlich umgeräumt, die guten Trichos nach links, die "anderen Sukkulenten" - überwiegend Lithops und meine diversen Adenien - nach rechts. Ordnung muß schließlich auch sein. Ich hoffe und vertraue einfach mal darauf, dass es nicht mehr so arg weit unter Null geht.

Für das kommende Wochenende habe ich mir meine Aussaat vorgenommen. Die Astrophytum-Samen für den Aussaatwettbewerb im Kakteenforum sind auch heute angekommen, das passt also gut.

Von Elke Seidel

Nichts Neues - nur kalt

Auch wenn es nicht viel zu berichten gibt, möchte ich die Einträge hier nicht wieder so lange schleifen lassen. Deshalb ein kurzes Wort zum Donnerstag. Kalt ist es draußen - also wenigstens für meine verpäppelten Verhältnisse: Minus 7 °C. Natürlich kann dadurch der Schnee nicht wegtauen und die Sonne fehlt auch seit mindestens 10 Tagen. Abwarten ist angesagt. Nächste Woche sollen es dann aber plus 9 °C geben. Das wird ein Fest!

Zurzeit katalogisiere ich mein bisher eingegangenes Saatgut und schreibe schon einmal die passenden Schildchen. Meine Pläne sind, im Februar mit dem Umtopfen einiger Sämlinge vom letzten Jahr zu beginnen. Die hatte ich im letzten Herbst nicht mehr geschafft. Dann werde ich höchstwahrscheinlich schon recht bald die ersten Adeniumsamen aussäen. Wenn ich dann schon einmal dabei bin, werden auch noch Lithopssamen gesät, die besser keimen, wenn die Temperaturen nur so um die 20 °C sind. Hier ist insbesondere die Aussaat der Lithops verruculosa "Rose of Texas" mit roter Blüte zu erwähnen. Die Samen gab es über einen Deal im Kakteenforum. Dort werden wir darüber berichten. Bisher haben die Aussaaten der anderen Lithopsfreunde jedoch ernüchternde 0 Prozent Keimrate ergeben. Vielleicht taugte der Samen nichts (ist "taub") oder man muß einfach noch länger mit der Aussaat warten. Man steckt nicht drin. Die "richtige" Aussaat der Kakteensamen soll dann etwa Anfang bis Mitte März erfolgen.

Von Elke Seidel

Beschäftigungstherapie

Bevor die Saison wieder richtig beginnt bin ich dabei, die letzten Fotos aus 2012 auf die Seite zu laden. Heute war ich fleißig und habe die Rubrik "Andere Sukkulenten" mit etlichen Bildern in den Untergruppen Echeveria, Mesembs und Sedum (Hauswurz) bestückt. Viele andere Kakteengattungen wurden im Verlauf der letzten Wochen bereits mit neuen Bildern gefüllt. Einige Sachen liegen noch auf dem Rechner und werden in den nächsten Tagen noch folgen.

Derweil beziehe ich bereits das Saatgut für die kommende Aussaatperiode. Heute sind ein paar Tütchen mit Sempervivum-Samen eingetrudelt. In Aussicht habe ich noch eine Lieferung an Adeniumsaatgut aus England und eine weitere Charge Adenium multiflorum von einem lieben Forumsmitglied. In ebendiesem Kakteenforum startet im März eine Aussaatchallenge, zu der ich mich angemeldet habe. Ein Jahr wird von den Challenge-Teilnehmern akribisch dokumentiert, wie die Samen der zur Aussaat kommenden Astrophytum asterias sich entwickeln. Natürlich startet jeder Teilnehmer unter den gleichen Voraussetzungen und mit der gleichen Menge an Samen aus ein und derselben Herkunft. Schummeln gilt nicht! Wird bestimmt spaßig.

Noch kurz der Wetterbericht: Um die minus 5 °C und etwas Schnee. Der Heizer im Gewächshaus hält eine Minimaltemperatur von 6,8 °C gut ein. Damit bin ich sehr zufrieden.

Von Elke Seidel

Planungen für 2013

Was so ein richtiger Süchtling ist, der kommt ja auch im Herbst und Winter nicht zur Ruhe. Derzeit plane ich bereits die Aussaaten für das nächste Jahr. Diesmal werden es nur und ausschließlich Hybriden sein, die ausgesät werden. Einige Saatgutkäufe sind bereits getätigt, andere stehen noch auf der Warteliste. "Allermaximalst und höchstens" dürfen es 100 Samenportionen werden, besser wären natürlich weniger. Aber, wie gesagt, was so ein richtiger Süchtling ist....;)))

Von Elke Seidel

1. eigene Hybride

2009 habe ich meine Hybridenleidenschaft entdeckt und als erstes - mangels besseren Wissens - eine Packung Echinopsis-Hybriden-Mix der Firma Haage ausgesät. Daraus hat vor ein paar Tagen die erste Pflanze geblüht. Die Knospe hat sich lange geziert, bis sie endlich geöffnet war. Zeitweise hatte ich ja noch auf irgendetwas leicht Farbiges gehofft, aber dann ist sie doch nur weiß geworden. Der Körper ist ganz interessant, weil er nur ganz kurz bedornt ist. Er hat einen Durchmesser von etwa 4 cm, ist also noch ein Zwerg. Obwohl unter Hybridenzüchtern diese Blüte alles andere als eine Sensation ist - für mich hat sie ganz besonderen Erinnerungswert und wird behalten. Hier ist sie:

Haage_Hybride_13_2_Bluete.jpg

Haage_Hybride_13_2_Koerper.jpg

Haage_Hybride_13_2_Totale.jpg

Von Elke Seidel

Neue Aussaatstation fertig

Endlich können sich meine Sämlinge sonnen, auch wenn der Himmel draußen trübe ist. Denn heute ist meine neue Aussaatstation fertig gestellt worden (Danke!).

Aussaatstation_001.JPG

Das Licht sieht schon etwas mystisch aus. Aber wenn's hilft! Zur Technik: Es wurde drei Halterungen für jeweils 2 Leuchtstoffröhren à 18 Watt von unten unter die Bretter eines 90 cm breiten Holzregals geschraubt. Bestückt wurden diese Halterungen mit insgesamt 6 Leuchtstoffröhren (60 cm lang) "Lumoflor 18 W Narva". Ähnliche Leuchtstoffröhren gibt es auch von Osram. Die ganze Lichtkonstruktion hat knapp 100 Euro gekostet, wobei die Kabel, welche noch installiert werden mußten, und das Regal bereits vorhanden waren und in diesem Preis demzufolge auch nicht enthalten sind. Ich beabsichtige, diese Beleuchtung etwa an 90 Tagen im Jahr jeweils 12 Stunden einzuschalten und habe dafür rund 30 Euro an Stromkosten veranschlagt. Wenn die Sämlinge dadurch im Winter durchkultiviert werden können und ich kompaktere Pflanzen erziele, kann ich mit diesen Kosten leben.

Aussaatstation_002.JPG

Die oberste Abdeckung ist eine einfache Sperrholzplatte. Insgesamt passen nun 9 Zimmergewächshäuser unter die Lampen (6 x die größeren "Adrian" von der Firma Romberg und 3 x die normalen).

Aussaatstation_003.JPG

Von Elke Seidel

Tote Hose

Leider gibt es im Augenblick noch nicht viel zu berichten. Die Lichtverhältnisse für die Aussaaten sind schlechter geworden, nachdem seit zwei, drei Tagen das Wetter umgeschlagen ist von winterlich-sonnig auf usselig-naß. Ab und zu ein paar Schneeflöckchen, der Himmel entsprechend grau, dafür aber die Außentemperatur knapp über Null Grad.

Heute bekam ich noch einmal 40 Adenium-Samen, die ich am Wochenende aussäen werde. Wenn Zeit und Lust vorhanden ist, werden dann auch gleich noch ein paar Astrophyten und Mammillarien mit ausgesät. Die Lobivien werde ich wohl erst in einem Monat oder so auf die Erde bringen, weil sie anscheinend besonders lichthungrig sind und sehr schnell in die Länge schießen.

Bis dahin sind noch ein paar Tage Zeit und ich leg mich jetzt lieber mit einem Buch aufs Sofa und träume von meinem Gewächshaus.

Von Elke Seidel

Brrr - kalt

Heute hat mein Außenthermometer die bisher niedrigste Temperatur mit minus 14,4 °C um 7:30 Uhr angezeigt. Der Deckel vom Frühbeet ist zugefroren. Na toll, schlechte Karten für die Winterharten, die eigentlich nur - 12 °C vertragen sollen. Aber in den nächsten Tagen sollen die Temperaturen wieder etwas ansteigen. Der Himmel ist sehr grau und beschert uns ein paar Schneeflocken. Ich hoffe, es wird nichts Ernstes daraus.

Gestern habe ich noch 2 x 28 Töpfe mit Samen befüllt. Diesmal waren es wieder die Echinopsis/Tricho-Hybriden, von denen ich jetzt genau 100 Portionen ausgesät habe. Ich freue mich schon aufs Pikieren! Die zweite Schale beherbergt fast nur verschiedene Arten von Melocactus. Einige Melos (natürlich nicht die von gestern) sind schon sehr gut gekeimt, wie eigentlich die gesamte bisherige Aussaat ein recht positives Keimverhalten zeigt. Auch die Erd-/Katzenstreu-Mischung scheint bisher keine Probleme zu machen (kein Schimmel, keine Algen). Hoffentlich bleibt es so.

Von Elke Seidel

Blu-blu-bluna

Wir sind alle ein bißchen Bluna - so der Kommentar eines Kakteenfreundes. Ja, sind wir wohl, wir leiden alle an derselben Krankheit. Kakteenwahn. Unheilbar. Aber schön!

Gestern und heute habe ich weitere etwa 40 Samenportionen ausgesät. Darunter diesmal die eher schweren Kaliber, wie Ferocactus und Echinocactus (unter anderem Echinocactus horizonthalonius). Die dicken und nicht ganz billigen Samen habe ich alle einzeln mit einer Pinzette auf die Erde gebracht. Das schult die Feinmotorik. Die reinste Meditation. Hinterher weiß man, was man getan hat. Hauptsache, es macht Spaß. Bluna ist manchmal gar nicht so verkehrt.

Von Elke Seidel

Im Schwitzkasten

Die ersten Aussaaten sind nun 4 bzw. 5 Tage alt und stehen im Schwitzkasten. Einige Samen sind tatsächlich schon gekeimt. So sieht es jetzt aus:

Aussaat_Schwitzkasten.jpg

In jedes der Mini-Gewächshäuser "Adrian" von Romberg passen 40 Töpfchen mit einem Kantenmaß von 5 x 5 cm. Wie sieht meine Aussaaterde aus? Nach verschiedenen Versuchen in den letzten zwei Jahren mit unterschiedlichen Substratzusammensetzungen bin ich jetzt zu der Erkenntnis gelangt, dass ich mit relativ einfachen Mitteln versuche auszukommen. Ich habe ganz normale Aussaaterde aus dem Gartencenter in einem Bratenschlauch einer bekannten Firma (man sieht es ja auf dem Bild) im Backofen bei etwa 130 °C für 45 Minuten sterilisiert. Bevor ich den Schlauch verschlossen habe, wurden noch zwei Tassen Wasser auf die Erde gegeben. Auf diese Weise habe ich drei Portionen Aussaaterde - jeweils 2,5 bis 3 Liter - behandelt.

Aussaaterde_sterilisiert.jpg

Die Erde hatte dann Zeit abzukühlen. Später habe ich sie in einer großen Plastikbox (die Aufbewahrungskisten mit Deckel sind sehr praktisch) mit mindestens der gleichen Menge, eher etwas mehr, dieses Katzenstreus gemischt:

Aussaaterde_Avancat_Moler.jpg

Es heißt "Avancat De Luxe" und ist über den Onlineshop der Firma Freßnapf erhältlich. In den Geschäften gibt es dieses spezielle Katzenstreu nicht zu kaufen. Vorteilhaft ist es, sich gleich mit mehreren Säcken einzudecken. Ich habe gleich 4 Stück bestellt und hatte dadurch noch einen Preisvorteil. - Warum nun Katzenstreu und wieso ausgerechnet dieses? Es handelt sich laut Auszeichnung um so genanntes "Moler". Dabei handelt es sich um ein Naturprodukt aus Diatomeen und Ton, welches nur an bestimmten Stellen in Dänemark vorkommen soll. Es hat eine körnige und poröse Struktur und ist sehr saugfähig. Bisher habe ich relativ teures Kieselgur verwendet, was eigentlich genauso aussieht und anscheinend dasselbe ist, wie dieses Katzenstreu. Ich mag mich nicht mit Chemikern anlegen, die diese Aussage sicherlich zerlegen würden, aber in einschlägigen Foren wird dieses Katzenstreu als gleichwertige und preiswerte Alternative zu Kieselgur gehandelt. Auf jeden Fall habe ich die Aussaaterde und Avancat DeLuxe in einem Mischungsverhältnis von etwa 1 : 1,1 oder 1,2 als Aussaatsubstrat verwendet. Ein paar Hände voll Blähschiefer und Perlite habe ich noch hinzugefügt, aber nur, weil ich sie gerade zur Verfügung hatte und nicht, weil es unbedingt nötig gewesen wäre. Meines Erachtens ist diese Mischung schön locker und auch das Wasser zum Anstauen wurde sehr schnell bis an die Erdoberfläche transportiert. Angegossen habe ich übrigens mit abgekochtem Wasser, in welchem ich pro 2-Liter-Gießkanne eine Tablette mit 0,5 g Chinosol (Apotheke) aufgelöst habe. Diese Lösung kann man gleich zu Beginn der Arbeit ansetzen, dann ist das Wasser bis zum Angießen wieder weitgehend abgekühlt und die Chinosol-Tablette löst sich viel besser auf. Die Wirkung von Chinosol ist übrigens pilzhemmend. Nun bleibt nur noch abzuwarten, wie die Keimerfolge und das weitere Wachstum in dieses Erdmischung sind.

Von Elke Seidel