Herzlich Willkommen.

Auf meiner Homepage werde ich in erster Linie über meine Kakteen berichten. Ein kleiner Raum ist aber auch meinen anderen Hobbies - dem Patchworken und Quilten, dem Stricken und dem Herstellen von Teddybären - gewidmet. Ich hoffe, dass Euch meine Seite gefällt und wünsche viel Spaß beim Stöbern.

Elke

Schlagworte:

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Tagebuch (Schlagwort: epihybriden)

Lebensfreude

In diesen Tagen gibt es trotz der tristen Witterung Grund zu mehr Lebensfreude, denn es blüht die Epi-Hybride "Lebensfreude" auch im Wohnzimmer:

Epi_Lebensfreude_12012017.jpg

Von Elke Seidel

Kurz vor Jahresschluss

Allen meinen Mitlesern wünsche ich einen guten Rutsch in ein hoffentlich friedliches Jahr 2017!

Beim Blick ins Gewächshaus fielen mir heute die Blüten von 2 Conophyten auf, die ich gleich mal auf der Mesembs-Seite zeige. Außerdem hat mich in der vergangenen Woche im Winterquartier dieses Epiphyllum ackermannii mit insgesamt drei Blüten erfreut. Bevor ich dann endlich zum Fotoapparat griff, war es mit der Pracht schon beinahe wieder vorbei:

Epi_Ackermanii_29122016.jpg 

In diesem Herbst war ich ziemlich oberflächlich mit dem Einräumen ins Winterquartier. Bei teilweise schon minus 3 - 4 Grad stehen z. B. die Sulcorebutien immer noch im Frühbeet. Hoffentlich geht das gut. Für eine Aloe vera, die ich heute aus der Kälte retten wollte, war es dann leider schon zu spät.

Von Elke Seidel

Themenflaute

Wie bei den Zeitungsredaktionen im Sommer, so ist bei mir gerade "Saure-Gurken-Zeit" angebrochen. Es gibt einfach nicht viel zu berichten, und um Fotos zu sichten oder gar noch welche aus dem Winterquartier zu machen, dazu fehlen mir im Augenblick sowohl die Zeit als auch die Lust.

Einmal täglich sause ich eben kurz ins Gewächshaus, um die letzte Nachttemperatur festzustellen - und damit sicherzustellen, dass der Heizlüfter richtig arbeitet - aber das war es dann auch schon. Vor ein paar Tagen bekam ich von einer Bekannten aus meinen Kakteenforum einen schon ziemlich gut bewurzelten Ableger der Epi-Hybride "Deutsche Kaiserin". Diese Hybride scheint so eine Art Urgestein bei den Epis zu sein und blüht überreich in rosa. Ich las, dass die Hybride wohl schnell braune Flecken bekommen soll. Das kann ich von meinem Exemplar allerdings nicht behaupten. Ganz im Gegenteil, der Ableger, der schon viele Triebe hat, sieht äußerst gesund und gut gepflegt aus. Als Substrat habe ich die Orchideenerde von Seramis gewählt. Das ist ein Gemisch aus den saugfähigen Seramis-Tonsteinchen und grober Pinienrinde. Somit hoffe ich, dass die Wurzeln viel Luft bekommen und durch die Seramis-Steinchen auch eine genügende Menge an Feuchtigkeit gespeichert werden kann. Allerdings habe ich die Pflanze nicht - wie bei Seramis üblich - in einem Übertopf ohne Abzugsloch stehen, sondern sie in eine breite Hängeampel gepflanzt. Das Orchideen-Granulat habe ich nur wegen der besseren Durchlüftung gewählt. Da die Pflanze im Moment ohnehin relativ trocken überwintert wird, kann es gut sein, dass ich das Granulat im Frühjahr noch einmal mit etwas normaler, humushaltiger Kakteenerde vermische, denn in solcher stand sie auch vorher schon.

Gleichzeitig bekam ich noch ein paar unbenamte Epi-Hybriden-Stecklinge. Diese sowie einige abgeschnittene Stücke meiner "Königin der Nacht" habe ich nun zum Bewurzeln in reinen, trockenen Vogelsand gestellt. Somit sollte eigentlich alles bis zum Frühjahr gut versorgt sein.

Die erste Samenbestellung habe ich auch schon wieder losgetreten. Allerdings werde ich mich in diesem Jahr ganz stark zurückhalten (müssen). Es sind lediglich ein paar Astrophytum asterias und deren Hybriden. Als nächstes werde ich wohl die Samenliste von INTERNOTO e. V. durchschauen. Dann warte ich geduldig auf die Samenliste der DKG, die wohl erst Ende Januar erscheint. Im letzten Jahr war sie auch mit einer langen Liste an Notocactus-Samen bestückt. Da ist immer etwas dabei, was einen Versuch wert ist.

Aber nun wünsche ich allen meinen stillen Mitlesern erst einmal einen schönen 1. Advent.

Von Elke Seidel

Sommernachlese Teil 1

Bei der Durchsicht der Fotos vom letzten Sommer fiel mir eine Aufnahme der Epi-Hybride "Elektra" in die Hand. Es ist die erste Epi-Hybride, die überhaupt bei mir zur Blüte kam und sie ist deshalb für mich besonders schön.

Epi_Elektra_24072013_1.jpg

Am Montag, 28.11., habe ich mich entschlossen, den Heizlüfter im Gewächshaus anzustellen. Die nächtlichen Temperaturen sind teilweise schon auf 2,5 °C gesunken, aber tagsüber werden im Gewächshaus meistens doch noch um die 10 °C erreicht. Dennoch ist es mir jetzt wichtig, die Temperatur nicht allzu stark absinken zu lassen. Außerdem sind auch für NRW die ersten Schnee-Regenschauer vorausgesagt. Heute habe ich die letzten Sämlinge ins Haus gestellt. Auch die noch blühenden Geranien habe ich in Sicherheit gebracht. Lediglich ein paar Lobivien und Pseudolobivia-Hybriden stehen nun noch im geschlossenen Frühbeet. Ich hoffe, dass ich sie dort noch bis Weihnachten lassen kann, bevor es auch tagsüber richtig frostig wird. Denn wohin ich sie noch stellen soll, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.

Von Elke Seidel

Viel nachzutragen - Teil 3

Es ist unverkennbar Herbst: Die Blätter verfärben sich kräftig, fallen zum Teil schon in Massen ab und verunzieren den Rasen. Zurzeit profitieren wir noch von einem Hoch, welches uns tagsüber viel Sonne und durchaus akzeptable Temperaturen beschert. Hauptsache, es ist trocken. So können die letzten Harten unter den Kakteen (Echinocereus, Rebutia, Lobivia, Sulcorebutia) noch das restliche Licht draußen genießen, während Mammillarien, Epi-Hybriden, Weihnachtskakteen und einige andere, insbesondere die empfindlicheren Sämlinge, schon im Winterquartier sind. Dort ist es allerdings noch muckelig warm, so um die 20 °C. Gestern Abend habe ich allerdings in einem Anflug von Panik einen großen Teil der Echinopsis-Hybriden und deren Sämlinge ebenfalls ins Haus geholt, weil nun doch die ersten Bodenfröste angekündigt worden sind. Sicherlich war diese Maßnahme noch etwas verfrüht, aber besser jetzt vorsorgen, als hinterher in Tränen auszubrechen, wenn die kalte Luft ihnen doch geschadet hat. Eine letzte Mammillaria hat auch noch die Blüte im Winterquartier geöffnet, wie schön:

Mammillaria_albiarmata_Nr400_01.jpg

Von Elke Seidel

Regendach

Das Regendach für einige Winterharte ist fertiggestellt und auch schon eingeweiht worden (vom Regen!):

Glasabdeckung_002.JPG

Es besteht aus drei Well-Plexiglasplatten in einem Maß von 0,80 x 1,20 m. Leicht übereinanderlappend ergibt sich damit eine Länge von etwa 2,10 m. Billig war der ganze Spaß nicht. Wahrscheinlich wird auf der linken Seite noch eine Seitenwand angebracht werden müssen. Der Regen kommt häufig schräg von dieser Seite, so dass heute schon der schmale Gehweg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Noch ist der Unterstand nicht mit den richtigen Pflanzen bestückt. Zurzeit stehen dort noch Agaven, die aber durch die Überdachung schon mal abtrocknen können.

Da die Nachttemperaturen plötzlich auf 10 bis zum Teil 7 °C gefallen sind, habe ich spontan die Blattkakteen ins Haus gebracht. Sicher hätten sie es noch einige Zeit draußen ausgehalten, aber vorgestern Abend war es so stürmisch, dass ich befürchten musste, dass die Töpfe von den Fensterbänken gefegt würden. Nach und nach werde ich jetzt auch die Sämlinge ins Haus holen und meine Mammillarien. Auch sie würden wohl die Temperaturen draußen noch aushalten, aber es ist mir einfach zu feucht. Und irgendwann muss man ja mal beginnen. Dafür haben viele andere noch lange Zeit, um draußen zu stehen.

 

Von Elke Seidel

Bonjour Tristesse

Nun zieht sich ja der beinahe tägliche Wetterbericht wie ein roter Faden durch diesen Blog. Kein Wunder, denn die Wetterlage entscheidet ja maßgeblich über die Stimmung eines jeden Gärtners, oder etwa nicht? Im Augenblick sinkt die Stimmung auf jeden Fall auf ein jahreszeitliches Tief. Schaut man aus dem Fenster, sieht man nur grauen Himmel. Blickt man auf das Thermometer, bekommt man eine Gänsehaut: unter 10 °C Tagestemperatur, und das im Mai. Die 10-Tages-Aussichten, die uns der Deutsche Wetterdienst beschert, machen die Stimmung auch nicht besser, denn die Nachttemperaturen werden nach wie vor im Bereich um 5 °C angegeben und auch am Tag bleibt es eher bei bescheidenen 15 °C - im Durchschnitt.

Fakt ist, dass ich Hände ringend nach einer Möglichkeit suche, meine restlichen Sämereien (diejenigen, die im Frühbeet keinen Platz mehr finden), irgendwie draußen unterzubringen, ohne sie gleich dem Tod durch Erfrieren oder wahlweise Ertränken auszusetzen. Ich arbeite also - zumindest mental - an einer Lösung des Problems. Dabei hilft es, den Blick stur in den Himmel zu schicken, weil man sich dabei beinahe meditativ in seine Gedanken versenken kann: Nichts lenkt den Blick ab - keine extreme Sonnenbestrahlung, keine weißen Wolken und schon gar kein fröhlich-blauer Himmel.

***Sie lasen einen Beitrag zum Thema "Saure-Gurken-Zeit im Kakteenland" ;-)))***

Als Entschädigung für entgangene Blütenfreuden im eigenen Frühbeet hier eine Epikaktus-Blüte, die ich im Tropenhaus in Dortmund vor einigen Tagen eingefangen habe:

Epibluete_Tropenhaus.JPG

Von Elke Seidel

Stapelienaussaat

Gestern habe ich Stapelia variegata und Orbea variegata ausgesät. Ich werde davon eine kleine Fotodokumentation machen. Die Samen sind von der DKG, wobei die Orbeasamen aus dem Vorjahresangebot sind und die Stapeliasamen aus dem aktuellen Angebot. Zunächst die Samen im Vergleich:

Stapeliaaussaat_01.jpg

Die Aussaat erfolgte am 20.03.2010 in normaler Kakteenaussaaterde mit Bims und Blähschiefer vermischt. Probeweise habe ich jeweils die Hälfte der Samen mit Kies abgedeckt, die andere Hälfte liegt frei auf der Erde, was man auch ganz gut erkennen kann:

Stapeliaaussaat_02.jpg

Die Samen wurden nicht gebeizt und es wurde auch kein Chinosol ins Gießwasser gegeben. Nun stehen die Töpfe mit einem Gefrierbeutel drumherum am Fenster bei 23 °C.

Gestern bekam ich auch meine allerersten Ariocarpen. Ich bin ganz stolz auf meine Neuerwerbung und fürchte, dass es eine neue Leidenschaft wird. Ansonsten habe ich heute sämtliche Echinopsen zum ersten Mal in diesem Jahr gedüngt, und zwar mit Zitrusdünger (also Dünger für Zitruspflanzen). Beim ersten Gießen sollen sie ja ruhig etwas mehr Stickstoff bekommen. Dem Gießwasser habe ich ca. 7 Tropfen Baldrianblütenextrakt auf 2 Liter zugefügt. Aufgrund der unbefriedigenden Stellmöglichkeiten habe ich noch einmal hin und her geräumt und noch einen Fensterplatz in der Küche für einige Echinopsen freigeschaufelt. Auch die Winterharten unter dem Dachvorsprung habe ich mit diesem Dünger versorgt. Das Frühbeet stand den ganzen Tag offen, obwohl es geregnet hat. Mitte der Woche ist wieder besseres Wetter angesagt. Die Epi-Hybriden haben heute ebenfalls ihre erste Düngung bekommen, und zwar normalen Blühpflanzendünger mit Guano.

Von Elke Seidel

Der Frühling kommt!

Endlich ist es so weit, die Temperaturen steigen. Es gab viel zu tun in den letzten Tagen, nicht nur mit den Kakteen. Aber natürlich galt ihnen mein besonderes Augenmerk.

Am 8. März habe ich sämtliche Echinopsen und auch die letztjährigen Echinopsis-Sämlinge ins Wohnzimmer geholt. Dort ist es muckelig warm, vor allem, wenn die Sonne scheint. Ich habe sie durchdringend gegossen und schon am nächsten Tag waren sie förmlich explodiert. Gerade bei den Sämlingen habe ich ganz schön gestaunt, denn das habe ich noch nie gesehen bzw. so auch nicht erwartet. Schließlich war dies mein erster Kakteenwinter. Die Minis haben sich glatt verdoppelt und sind jetzt mehr lang als breit. Ich hoffe, dass dies nicht am Lichtmangel liegt sondern an der jeweiligen Art. Wie allen Kakteenliebhabern steht auch mir nur ein begrenzter Platz an den Fenstern zur Verfügung. Und dieser ist momentan von den neuen Aussaaten komplett belegt.

Als nächstes habe ich vor zwei Tagen die Epi-Hybriden ins Warme geholt und kräftig gegossen. Über den Winter standen sie ja mit im Winterlager bei Temperaturen von zeitweise 10 °C. Nachdem es hier jedoch in den letzten Tagen auch schon 15 °C hatte und ich in sämtlichen Erfahrungsberichten las, dass sie schon früh im März wärmer gestellt werden sollen, dachte ich mir, nun wird es Zeit. Ob sie mir in diesem Jahr schon die eine oder andere Blüte bescheren weiß ich noch nicht, da ich die Verdickungen an manchen Trieben noch nicht als Knospen erkennen kann. Ich vermute, dass es einfach nur neue Triebe werden, lasse mich jedoch auch gerne überraschen. Ach ja, da die Epis Schatten wünschen, stehen sie zurzeit auf den Schränken in einem nach Norden ausgerichteten Zimmer. Im vergangenen Jahr hatte ich sie relativ früh nach draußen gestellt, ich glaube, schon im Mai. Das Resultat war, dass sie durch den Regen im Mai/Juni so richtig klatschnass waren. Ich habe sie ziemlich oft hin- und hergeschleppt. Das möchte ich mir in diesem Jahr nicht wieder antun. Jetzt bleiben sie erstmal in der Wohnung, mag sein, dass ich sie später im Sommer doch noch nach draußen verlege.

Heute nun hat mich das Hausputz-Fieber erfasst. Zu diesem Zwecke mußte der größte Teil der Kakteen aus dem Winterlager weichen. Dass mir dabei ein Topf mit Echinocereus umgefallen ist und die ganze trockene Pracht an Erde und Kies auf dem Boden lag, sei nur am Rande erwähnt. Nachdem in meinen Kakteenforen Meinungen und Ratschläge laut wurden, die Echinocereen, Opuntien und diverse andere jetzt schon zu gießen (im Gegensatz zu den Tipps in diversen Büchern), habe ich sie heute kräftig angegossen und ins Frühbeet gestellt. Dieses habe ich den ganzen Tag bis zum späten Nachmittag geöffnet gelassen. Es wehte ein frischer Wind, was den Pflanzen ja gut tut. Auch die draußen überwinterten Echinocereus-Sämlinge haben eine Ladung Wasser bekommen. Nun bin ich wirklich gespannt, ob sie sich auch so aufplustern wie die Echinopsen.

Die Winterharten in verschiedenen Pflanzgefäßen, welche den Winter gut verpackt draußen verbracht haben, sehen so weit ganz gut aus. Nur bei einem - Ferocactus wislizenii SB228 - bin ich nicht sicher, ob er die Temperaturen gut verkraftet hat, denn er ist ziemlich gelb-grün marmoriert. Da er aber noch einen festen Körper hat und nicht weich und matschig ist, habe ich noch Hoffnung, dass er sich erholt.

Schön wären an dieser Stelle ein paar aktuelle Fotos - aber leider hatte ich nicht die rechte Zeit und Lust in den letzten Tagen. Sobald das eine oder andere wiederkehrt, werde ich mich aber daran machen und ein paar neue Bilder einstellen.

Zu guter Letzt noch ein Gruß nach Holland an Mariet J., die nicht nur Steiff-Tiere liebt und tolle Bären malt sondern genauso "kakteen-verrückt" ist wie ich. Zufälle gibt's.

Von Elke Seidel

Viel zu berichten (Teil 1)

Kaum hat man mal eine Woche keine Gelegenheit, sich dem PC zu widmen, da sammeln sich die zu berichtenden Dinge - die ich ja letztendlich auch für mich hier notiere - ziemlich an. Daher werde ich die Berichte mal in einzelne Teile zerlegen, damit sie nicht zu lang werden. Ich beginne hier also mit Teil 1 (wie sinnig), den bisherigen Aussaaten.

Wie berichtet, habe ich meine ersten Aussaaten bereits im Januar, genau zwischen dem 22. und 28.01., vorgenommen. Jeder Topf wurde für sich in einen Gefrierbeutel gepackt und mit einem Gummiband verschlossen. Die einzelnen Töpfe habe ich in ungelochte Aussaatschalen gestellt und auf den Fußboden (geheizt) in Nähe der Fenster gestellt. Meine diesbezüglichen Erfahrungen sind zunächst einmal, dass sich Gummiringe zum Verschließen zwar ganz gut eignen (bei späterer Sonneneinstrahlung sind sie mir im vergangenen Jahr allerdings reihenweise kaputtgegangen), es aber sehr mühsam ist, bei einer Aussaat in rund 100 Töpfen diese zum späteren Lüften alle einzeln aufzupfriemeln. Da sind die Gefrierbeutel, die man oben zusammendrücken kann, weitaus besser, aber auch bei dieser Menge kaum kostensparend. Vielleicht werde ich beim nächsten Aussäen versuchen, die Beutel mit Büroklammern zu verschließen. Der zweite Punkt ist, dass man doch eine ganze Menge an größeren Aussaatschalen braucht - es passen immer 8 Töpfe hinein - so dass auch dies eine teure Angelegenheit werden kann. Zwar kann man die Töpfe zu beginn und auch später gut darin anstauen, aber sobald die Töpfe erst einmal in Plastiktüten sitzen, ist das Wässern ja auf längere Sicht erst einmal unnötig. Also habe ich mir für einen Teil der Töpfe im Supermarkt ein paar stabile flache Pappkartons besorgt, so dass ich die Aussaaten zumindest problemlos hin- und herschleppen kann. Um das gemeinsame Anstauen mache ich mir dann später Gedanken.

Zu den Aussaaten und Keimquoten an sich möchte ich folgendes festhalten:

Die Hybridensamen (Echinopsis, Trichocereus, Chamaecereus etc.) sind zum Teil sehr gut aufgelaufen, allerdings waren auch einige Flops darunter. Flops in sofern, dass entweder gar nichts keimte, die Keimlinge durchweg weiß und durchscheinend waren, oder - wie bei den Chamaecereus-Hybriden - ziemlich lang und dünn geworden sind. Meine erste eigene Kreuzung (Lobivia haematantha rebutioides "sublimiflora" x Lobivia haematantha v. rebutioides R219), von der ich 20 Korn geerntet hatte, hat gar nicht gekeimt. Was soll's. Einige Echinocereus-Kreuzungen, die von frostharten Exemplaren stammten und auf die ich ziemliche Hoffnungen gesetzt hatte, sind bisher noch gar nicht oder nur ganz vereinzelt aufgegangen. Aber es gibt auch Kreuzungen, die unzählbar viele knackig grüne Keimlinge mit gedrungenem Wuchs hervorgebracht haben, ganz so wie es sein sollte. Es bleibt also eine spannende Angelegenheit.

Die zweite Fuhre Samen sind Echinocereus, gekauft im Internet bei www. echinocereus.de (Martina Ohr). Hier lauten meine Aufzeichnungen in etwa so: Nix gekommen - 4 Keime - 13 Keime - fast alle da - alle da. Ich hab mal durchgezählt: Von 9 verschiedenen Arten (jeweils 50 Korn) habe ich 450 Korn ausgesät, davon sind bislang rund 252 Korn aufgegangen, also auf jeden Fall mehr als 50 %. Vielleicht lassen sich die, die bisher eine Nullrunde gemacht haben, ja später doch noch sehen. Gerade bei den Frostharten weiß ich nicht genau, wie das Keimverhalten ist, ob sie erst eine Kälteperiode brauchen um zu keimen oder was sonst. Bei Opuntien heißt es ja, man solle die Hoffnung nicht zu schnell aufgeben, weil nach Austrocknung und späterer Wiederbefeuchtung durchaus auch nach zwei Jahren etwas aufgehen kann. Übrigens habe ich bei meinen Opuntiensämlingen, die den Winter im Frühbeet verschlafen haben, auch den Eindruck, als seien dort noch zwei oder drei Samen aufgegangen, die ich vorher noch nicht gesehen habe. Die Natur wird es schon richtig machen, und der Mensch kann nur zusehen und staunen.

Nun komme ich zu meinen Sorgenkindern, den Sulcorebutien. Ich weiß echt nicht, was ich mit denen verkehrt mache. Schon im vergangenen Jahr war die Keimquote gegen Null, wobei ich dachte, ich hätte vielleicht zuviel Wasser in den Gefrierbeutel getan, so dass die Samen vielleicht versumpft sind. Aber auch die Samen, die ich jetzt ausgesät habe, und das waren doch 12 verschiedene Arten, haben bisher nur maximal 3 bis 4 Keimlinge hervorgebracht, manche auch noch gar nichts. Da stimmt doch irgend etwas nicht? Die Samen kamen schon aus einer zuverlässigen Quelle. Ob sie wohl eine längere Lagerzeit benötigen, bevor sie ausgesät werden? Ich werde mich da wohl noch umhören müssen. Für jeden Tipp bin ich dankbar.

Mammillaria! Was hat mich nur geritten, Mammillarien auszusäen? Eigentlich war ich doch immer gegen diese extrem bedornten Gartencenter-Kakteen. Bis ich dann feststellte, dass es dabei durchaus auch ganz andere und toll aussehende Arten gibt. Okay, ich gebe zu, sie enttäuschen mich bisher nicht und haben fast durchweg eine Keimquote von 80 % hervorgebracht. Da kommt sicher noch was auf mich zu.

Nun zu Ariocarpus, wirklich eine Spezies für sich. Etwas für Spezialisten, wie es heißt. Nichts für Unerfahrene. Nun gut, nach über einem Jahr und mit meiner Nase in jedem Kakteenbuch und auf jeder nur auffindbaren Website behaupte ich mal, dass ich mich allmählich auch an diese Gattung herantrauen kann. Heißt es nicht: Versuch macht klug? Da ich ja nun seit kurzem Mitglied in der DKG bin, habe ich mir die dortige Sonderpublikation über Ariocarpen bestellt. Die Bilder in dem Heft sind wirklich einzigartig. So viele Standortfotos und viele, viele Blüten. Dazu eine Beschreibung der verschiedenen Arten und Fundorte. Ein kurzer Einblick in die Aussaat und ein längerer Einblick in das Pfropfen der Ariocarpen (im übrigen sehr gut erklärt). Die 10 Euro waren für mich gut angelegt! Ach ja, und ganz nebenbei, es sind natürlich auch schon einige gekeimt.

Über die ausgesäten Astrophyten will ich gar nicht groß reden: Die kommen garantiert innerhalb von wenigen Tagen hoch. Keimquote fast überwiegend 90 %.

Echinocactus grusonii in zwei Ausführungen - mit gelben und mit weißen Dornen - habe ich eigentlich nur spaßeshalber ausgesät, weil der Samen so billig war. Das Resultat ist bisher eher enttäuschend. Von jeweils rund 50 Korn sind einmal 20 und bei der anderen Art 30 Korn aufgegangen, aber wie: lang und krumm, sich offensichtlich nach dem Licht streckend wie Tomatenkeimlinge. Also dass daraus einmal "Schwiegermuttersitze" werden könnten, wage ich zu bezweifeln.

Escobaria - eigentlich sind sie alle ganz gut aufgegangen, wenn nicht auch hier ein ABER dahinter stünde. Auch sie sind mit dem Zertifikat "zu lang" von mir versehen worden. Schade eigentlich. Ich hätte doch gerne mehr frostresistente Kakteen.

Coryphantha dagegen haben den Beinamen "dicke Pröppel" von mir bekommen. Von 30 Samen sind 35 gekeimt. Ups, wie geht das denn? Naja, man darf sich ja wohl noch verzählen. Alles ist gut mit diesen Keimlingen.

Notocactus uebelmannius, der eine sehr schöne weinrote Blüte bekommen soll und für das Fensterbrett geeignet ist, hat von 30 Korn nur einen Keim hervorgebracht. Ich warte geduldig auf mehr.

Das war es so im Groben bezüglich der Aussaaten. Ich habe versucht, die langen Keime mit einer mehr oder weniger dicken Schicht Kies (Körnung 1 - 2 mm) zu stabilisieren. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Im übrigen wird es jetzt am Fenster bei zeitweiser Sonneneinstrahlung (ja - die gibt es noch!) schon wieder zu heiß und es liegt Zeitungspapier zum Schattieren bereit.

Wer bis hierher durchgehalten hat mit dem Lesen, der sei beglückwünscht. Ich verspreche, dass die Teile 2 und 3 nicht mehr ganz so ausufernd werden, aber bei den Aussaaten ging es leider nicht anders. Bis später.

Von Elke Seidel