Herzlich Willkommen.

Auf meiner Homepage werde ich in erster Linie über meine Kakteen berichten. Ein kleiner Raum ist aber auch meinen anderen Hobbies - dem Patchworken und Quilten, dem Stricken und dem Herstellen von Teddybären - gewidmet. Ich hoffe, dass Euch meine Seite gefällt und wünsche viel Spaß beim Stöbern.

Elke

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Tagebuch (Schlagwort: frailea)

Die erste Aussaat 2015

Heute habe ich die erste Aussaat des Jahres getätigt. Es sind 58 Frailea-Arten ausgesät worden. Fraileasamen sind nicht besonders lange haltbar. Nur etwa 3 Monate. Deshalb waren sie in diesem Jahr die ersten. Fraileen scheint es in der Natur wie Sand am Meer zu geben, so mein Gefühl nach Studium diverser Artikel. Sie blühen in der Regel gelb. Leider kommen sie nicht immer zur vollen Blüte. Dazu braucht es ein besonderes, feucht-schwüles Klima und eine halbschattige Unterbringung. Und selbst dann muss man schon Glück haben, die hübschen Blüten auch abzupassen. Einen Vorteil haben die Fraileen allerdings: sie sind kleistogam. Das heisst, sie benötigen keinen Partner zur Samenproduktion. Die Blüten müssen sich nicht öffnen, sie bestäuben sich im geschlossenen Zustand selbst. So gibt es auch ohne Blüte immer eine ganze Anzahl an Samen.

Von Elke Seidel

Alles muss raus

Nein, es gibt keine Kakteen im Angebot! Alles muss raus bezieht sich auf meine spontane Entscheidung, heute doch einen Großteil meiner Kakteen ins Frühbeet zu stellen. Zumindest die Rebutien, Lobivien, Sulcorebutien und Mediolobivien habe ich dorthin verfrachtet. Draußen schien heute lange die Sonne und ich hatte eine ganze Weile das Frühbeet gelüftet. Trotzdem zeigt das Thermometer im Haus noch über 10 °C an. Geschützt ist das Frühbeet ja noch mit einer Lage Luftpolsterfolie. Vorher habe ich natürlich noch meine diversen Kakteenbücher befragt. In dem Buch von Holger Dopp fand ich eine Auflistung der Bedürfnisse der einzelnen Gattungen. Hier mal ein Auszug daraus:

Gattung /Temperatur und Licht in der Ruhezeit/Bester Standort

Astrophytum, Discocactus, Melocctus, Echinocactus, Ferocactus, Espostoa, Pilosocereus / Temperierte Überwinterung, nicht unter 15 °C, sehr hell / Warmes GH, beheizte, zugfreie Fensterbank

Ariocarpus, Turbinicarpus, Thelocactus, Coryphantha, Mammillaria (weiß), Lithops / Noch temperierte Überwinterung. nicht unter 8 °C, sehr hell / Warmes GH, beheizbares, gut gelüftetes Frühbeet, warme zugfreie Fensterbank

Tephrocactus, Echinocereus, Lobivia, Rebutia, Chamaecereus / 1 - 8 °C, sehr hell / GH, Frühbeet, Fensterbank, 06 bis 09 im Freien

Sulcorebutia, Echinopsis, Trichocereus, Mammillaria, Opuntia / 3 - 8 °C, sehr hell / wie oben jedoch mit Regenschutz

Parodia, Stenocactus, Notocactus, Gymnocalycium, Neoporteria, Frailea / 5 - 10 °C, sehr hell, häufig lüften / wie oben

Epiphyllum, Aporocactus, Rhipsalis / nicht unter 10 °C,dehr hell / Halbschattiges, temp. GH, Zimmervitrine, Blumenfenster, 06 - 09 im Freien

Zumindest ist dies eine gute Richtlinie. Man muss halt nur seine eigenen Erfahrungen machen. Ein gewisses Restrisiko gibt es ja bekanntlich immer. Aber ich will natürlich nicht hoffen, dass die Nachttemperaturen noch einmal langfristig unter 0 Grad gehen. Einen leichten Bodenfrost wird das Frühbeet hoffentlich abfangen.

In den nächsten Tagen werde ich auch die Oleander aus der Garage holen, denn sie können auch leichten Frost bis ca. -5 °C ertragen.

Von Elke Seidel

Frostige Temperaturen in NRW

Der Winter hat noch einmal voll zugeschlagen auch bei uns hier in NRW. Aktuell zeigt mir das Thermometer - 8,7 °C. Eine verhältnismäßig dicke Schneeschicht bedeckt den Boden. Immerhin scheint die Sonne, nachdem es gestern den halben Tag geschneit hatte und der Himmel total grau war.

Ich warte sehnsüchtig auf meine Substratlieferung von Haage. Ich hoffe, dass sie bis Ende der Woche hier ist, damit ich auch noch die restlichen Samen in die Erde bekomme. Natürlich kontrolliere ich meine Aussaaten täglich, und bei einigen tut sich auch schon etwas. Im Winterquartier in der Abstellkammer herrschen zeitweise bei gekipptem Fenster knapp über 11 °C. Meist sind es aber über 12 °C, und wenn jetzt die Sonne hinein scheint, wird das Thermometer natürlich noch ansteigen. Bei einigen wenigen Pflanzen habe ich schon die ersten Knospen entdeckt. Aber der größte Teil befindet sich noch im Tiefschlaf. Allerdings meine ich, allmählich leichte Verformungen an einigen Pflanzen zu entdecken. Ein schmaler, ca. 5 cm hohe Kandidat sieht aus wie der Schiefe Turm von Pisa. Er neigt sich mit der Spitze leicht zur Seite. Die Rebutien haben oben eine leichte Delle, wobei ich nicht weiß, ob das natürlicherweise so ist. Ich glaube aber eher, dass jetzt allmählich die Wasserreserven verbraucht werden. Es ist für mich schon Spannung pur, wie die Pflanzen sich verhalten, da dies mein erster richtiger Kakteenwinter ist! Die armen Kakteenkinder aus dem letzten Frühjahr/Sommer taten mir nun doch etwas Leid, so dass ich einmal mit der Sprühflasche mit Wasser drübergegangen bin. Einige Sorten waren doch nur noch mit einem scharfen Adlerauge überhaupt zu sehen. Bevor sie mir gänzlich vertrocknen dachte ich mir, dass ich ihnen etwas Feuchtigkeit gönne. Gerade bezüglich der Frailea las ich einen Bericht eines Bewohners des Habitats der besagte, dass man Fraileen durchaus nicht ganz vertrocknen lassen soll und sie ruhig durchkultivieren könne. Also kann meine Gießaktion nicht so verkehrt gewesen sein.

Von Elke Seidel