Herzlich Willkommen.

Auf meiner Homepage werde ich in erster Linie über meine Kakteen berichten. Ein kleiner Raum ist aber auch meinen anderen Hobbies - dem Patchworken und Quilten, dem Stricken und dem Herstellen von Teddybären - gewidmet. Ich hoffe, dass Euch meine Seite gefällt und wünsche viel Spaß beim Stöbern.

Elke

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Tagebuch (Schlagwort: insektizid)

Hausputz und Plagegeister

Schon länger habe ich beobachtet, dass einige Chamaecereus-Hybriden an den Trieben immer rostiger wurden. Im Verlauf des Winters - leider komme ich an manche Pflanzen nur sehr schlecht heran - fiel mir dasselbe Phänomen an erst kürzlich hinzugekommenen Lobivien auf. Meinen Recherchen zufolge dürfte es sich hierbei um den allseits gefürchteten Spinnmilbenbefall handeln. Trotz Lupe konnte ich auf der Epidermis allerdings keine Kriechtiere entdecken. Dennoch war guter Rat teuer und die Angst groß, dass die Plage auch auf die anderen Pflanzen übergreift. Zum Glück beschränkte es sich auf einen einzelnen, separaten Raum. Ich habe dann sämtliche betroffenen Pflanzen mit einem Neem-Extrakt eingesprüht, der dem Ungeziefer und seiner Nachkommenschaft den Garaus machen soll. Drei Chamaecereus-Hybriden und die eine oder andere Lobivie habe ich aber vorsichtshalber gleich komplett entsorgt. Denn selbst dann, wenn die Plage gestoppt wird, bleibt doch das unschöne Aussehen der Pflanzen weiterhin bestehen. Eigentlich kann man gar nicht erkennen, wann die Behandlung erfolgreich war. Einzig die Tatsache, dass im Verlauf der Monate keine Neuerkrankungen an anderen Pflanzen festzustellen sind, läßt vermuten, dass die Ausbreitung gestoppt werden konnte. Diese Aktion, die noch nicht durchgestanden ist, hat mir auf jeden Fall sehr drastisch vor Augen geführt, dass man vorsorglich wohl doch gegen Schadinsekten an ALLEN Pflanzen vorgehen muß, möglichst mehrmals im Jahr. Ich werde mir zu dem o. g. Neem-Extrakt nun auch noch das Mittel Kanemite besorgen, welches explizit für bzw. gegen Spinnmilben geeignet sein soll.

Auch von vereinzelten Wolläusen kann ich mich leider nicht freisprechen. Bei einer Handvoll Kakteen im Haushalt kann man sicher noch gut einen Überblick behalten, ob sie da sind oder nicht. Aber bei einigen Hundert ist es schon Zufall, wenn man mal die weißen Puschel entdeckt. Da wird sofort gespritzt, so gut es geht. Bis jetzt kann ich auf jeden Fall noch nicht behaupten, dass das Viehzeug überhand genommen hätte. Und nun geht es ja bald wieder an die frische Luft, dann werde ich auf der Wiese großzügig mit der 5-Liter-Spritze alles einmal einsprühen. Wollen wir doch mal sehen, wer hier die Oberhand behält! Ach ja, die dritte Plage, die ich festgestellt habe, sind die allgegenwärtigen Trauermücken. Diesmal kamen sie aus der humosen Erde einiger Perioskopsis-Stecklinge. Hier genügte anscheinend schon eine einmalige Wassergabe, dem zwei Tropfen Neudomück (von der Firma Neudorff) zugefügt wurde. Auf jeden Fall kann ich jetzt wieder in Ruhe ein Buch lesen, ohne dass mir dauernd die kleinen, schwarzen Plagegeister ums Gesicht schwirren und sich frech auch noch in meine Nasenlöcher setzen wollen. Fazit: Es gibt für alles ein Mittel, man muß nur wissen, welches.

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Da es ja nun endlich ganz entschieden milder wird - kein Nachtfrost mehr und Tagestemperaturen zwischen 8 und 10 °C - ist natürlich auch im Kakteenlager ein Hausputz angesagt. Einige Kandidaten haben den Winter einfach nicht überstanden, da habe ich jetzt die Hoffnung aufgegeben und sie entsorgt. Ob das zu warme Winterlager daran Schuld ist oder einfach der Sommer zu kühl und feucht war und die Pflanzen sich im Garten einen Pilz eingefangen haben - ich weiß es nicht. Auch einige Sämlinge, die einfach für eine trockene Überwinterung noch zu klein waren, haben es nicht geschafft. Aber aus Fehlern kann man ja bekanntlich nur lernen, und so schade es ist, wenn erwachsene Pflanzen kaputt gehen, so schafft es doch Platz für Neuzugänge. Aber davon ein anderes Mal.

Von Elke Seidel

Alarm im Frühbeet

So, dann habe ich heute doch einmal den Deckel des Frühbeetes gelüftet, um zu sehen, wie es den Kakteen im Winter so geht. Die Pflanzen machten alle einen recht guten, unversehrten Eindruck bei einer Temperatur von ziemlich exakt 0 °C. Aber die beiden Töpfchen mit den Echinocereus-Babys haben ungeliebte Überwinterungsgäste bekommen. Kleine braune Panzertiere haben es sich zwischen den dicht aneinander gedrängten Sämlingen gemütlich gemacht. Keine Ahnung, um was es sich dabei genau handelt, ich denke, dass es vielleicht Schildläuse sein könnten. Sie dösten natürlich auch in einer Art Winterstarre vor sich hin. Mir ist im Moment schleierhaft, was ich dagegen tun soll. Schließlich kann ich bei den Temperaturen keine Giftdusche auf die Kleinen sprühen. Auch will ich sie nicht aus dem Frühbeet herausnehmen. Ich denke vielmehr, dass ich bis zum zeitigen Frühjahr warten werde. Wenn die Temperaturen steigen, werden die Besucher ja wieder in Aktivität übergehen und es wird den Kakteenbabys dann nicht schaden, wenn sie nass werden. Vielleicht werde ich zuvor versuchen, mit einer Pinzette die sichtbaren Tierchen von den Sämlingen zu entfernen. Auf jeden Fall werden die anderen im Frühbeet befindlichen Kakteen dann auch in den Genuss eines Insektizids kommen. So was Blödes aber auch.

Von Elke Seidel

3. Advent

Mit Riesenschritten geht es nun auf Weihnachten und auf das Jahresende zu. Jetzt gehen die Temperaturen auch auf die 0 Grad-Grenze zu (heute um 8:00 Uhr waren es + 1,8 °C). Der Kakteengärtner, und auch der "normale" Gärtner", kann nicht viel mehr tun, als abzuwarten. Tägliche Kontrolle der Pflanzen ist natürlich angesagt. Bei mir stehen die Kakteen mit den etwas mehr Wärme liebenden Epikakteen in einem Raum. Das ist wahrscheinlich für einen von beiden Sorten nicht besonders bekömmlich. Während es den einen vielleicht zu kalt wird, "schwitzen" die anderen. Nachts, bei herunter gelassenen Rolläden, wird das Fenster in Kippstellung geöffnet, so dass wenigstens in der Nacht eine kühlere Luft herrscht. Morgens wird das Fenster dann schnell wieder geschlossen, zum Schutz vor Durchzug, möglichen Einbrechern (man weiss ja nie), und natürlich zur Vermeidung eigener fröstelnder Befindlichkeit. Bislang stehen die Pflanzen beider Fraktionen sehr gut da. Die Epis bekommen einmal in der Woche ein wenig Wasser zugeteilt, ebenso die Gymnos, die auch im Winter ein wenig Feuchtigkeit von unten mögen. Im Prinzip stehen diese auf einem großen Terrakotta-Untersetzer, der eine Zeit lang die Feuchtigkeit speichert. Mehr ist es gar nicht. Bei den diesjährigen Sämlingen bin ich mir nie sicher, ob ich ihnen ein wenig Sprühnebel von oben geben soll oder ob sie tatsächlich schon mehrere Monate völlig ohne Feuchtigkeit auskommen. Insbesondere die Fraileen sind ja noch so winzig.

Die Echinopsis-Kreuzungen von Herrn Rabsilber, die ich erst spät im Juli ausgesät hatte, habe ich im warmen Wohnzimmer belassen. Sie bekommen einmal in der Woche ein Fußbad, damit sie bei der Wärme nicht völlig vertrocknen. Nun bin ich ja schon gespannt, ob sie bei einsetzender Sonneneinstrahlung im Februar auch schon mit dem Weiterwachsen loslegen.

Der Thelocactus bicolor, auf dem sich die Wollläuse ausgebreitet hatten, steht noch immer ohne Substrat im Blumentopf. Ich habe ihn im Abstand von etwa 10 Tagen zweimal mit Promanal AF gespritzt. Jetzt habe ich den Eindruck, dass dies den Tierchen den Garaus gemacht hat. Dennoch traue ich mich nicht so recht, ihn ins Winterlager zu stellen. Ich werde ihn in den nächsten Tagen zunächst einmal wieder richtig eintopfen und dann mal weiter sehen.

Von Elke Seidel

Einräumen und Schädlinge

Nachdem die Nachttemperaturen mehrmals auf + 3 bzw. + 5 °C runtergegangen sind und für die nächsten Tage Regen in Aussicht gestellt ist, habe ich gestern dann doch den größten Teil der noch im Frühbeet befindlichen Kakteen ins Winterquartier geräumt. Dabei handelt es sich um Echinopsen, Lobivien und Stenocacteen. Schon am Vortag, bei schönstem Wetter, hatte ich beim Öffnen der Glasabdeckung festgestellt, dass an zwei dicken Echinopsiskugeln die Feuchtigkeit herunterlief. Alle anderen waren trocken, so dass ich keine Ahnung habe, warum gerade bei diesen beiden es nicht so war. Möglicherweise war hier das Substrat noch nicht abgetrocknet und sie zogen noch Wasser durch die Wurzeln nach oben und schwitzten es nun bei der Sonneneinstrahlung aus.

Auf jeden Fall hat mir diese Einräumaktion doch bitter vor Augen geführt, dass der Platz arg knapp ist. Im nächsten Jahr wollen ja auch die diesjährigen Sämlinge mehr Platz beanspruchen, an die Samentütchen, die ich noch liegen habe, gar nicht zu denken. Nun hatte ich mir ja erhofft, dass ich die meisten Kakteen noch bis in den Dezember hinein im Frühbeet belassen könnte. Ein neu gekauftes Thermometer hat mir jedoch gezeigt, dass die Temperaturen im Frühbeet trotz diverser Isolationsarbeiten nur um ca. 2 °C höher liegen, als die Außentemperatur. Zumindest in den frühen Morgenstunden war das der Fall. Wenn die Sonne scheint, kommen natürlich schnell 20 °C  zustande. Aber die Tagestemperaturen sind es ja nicht, die mir Angst machen, sondern die nächtlichen Werte, die ja zwangsläufig in den nächsten Tagen und Wochen nach unten gehen werden. Ich denke mal, dass diejenigen, die schreiben, sie räumten ihre Kakteen erst zu Weihnachten ein, entweder einen Heizlüfter zur Verfügung haben oder über ein wesentlich "dickeres Fell" als ich verfügen. Ich habe auf jeden Fall wenig Lust, gleich im ersten Jahr meine Sammlung zu dezimieren. Außerdem kenne ich mich immerhin so genau, dass ich weiss, dass ich nicht im strömenden Regen bzw. bei Matsch und Nässe und mit klammen Fingern die Einräumaktion machen will. So habe ich jetzt wenigstens etwas mehr innere Gelassenheit.

Nun sind nur noch die Rebutien und die Echinocereen im Frühbeet. Und natürlich die Winterharten, in meinem Fall eben auch ein paar Echinocereen und einige Opuntiensämlinge. Leider - oder besser gesagt zum Glück noch rechtzeitig - habe ich an einer Pflanze (Thelocactus bicolor) Wollläuse festgestellt. Obenauf hatte der Kaktus diverse knubbelige Ableger und nicht aufgeblühte Knospen gebildet, was eine manuelle Herangehensweise an die ungeliebten Gäste mittels Zahnstocher erschwerte. Ich fand's auch nicht gerade appetitlich, die Tierchen da rauszupulen. Lange habe ich hin und her überlegt, ob ich den Thelocactus jetzt, wo der Boden schon so schön trocken war, noch mit einem systemischen Insektizid behandeln soll. Ich habe mich dann doch dafür entschieden, weiß aber natürlich nicht, ob er noch in der Lage ist, das Mittel über die Wurzeln aufzunehmen. Es wäre schade um den schön gezeichneten Kaktus, wenn er die Prozedur nicht überleben würde. Aber besser  nur der eine als wenn das Getier auch noch auf alle anderen Pflanzen überspringt. Auf jeden Fall werde ich ihn den Winter über in Quarantäne halten müssen.

Das war es an Neuigkeiten aus dem Kakteenbereich für heute. Mit etwas Glück gibt es nachher noch ein neues "Bild des Monats".

Von Elke Seidel