Herzlich Willkommen.

Auf meiner Homepage werde ich in erster Linie über meine Kakteen berichten. Ein kleiner Raum ist aber auch meinen anderen Hobbies - dem Patchworken und Quilten, dem Stricken und dem Herstellen von Teddybären - gewidmet. Ich hoffe, dass Euch meine Seite gefällt und wünsche viel Spaß beim Stöbern.

Elke

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Tagebuch (Schlagwort: kakteensamen)

Lüftung

Endlich hat Tauwetter eingesetzt. Die Temperaturen sollen diese Woche in den zweistelligen Bereich hochgehen. Das veranlaßt mich natürlich dazu, eine halbe Stunde am Tag die Tür vom Gewächshaus weit zu öffnen. Wenn es allerdings dann in den nächsten Tagen wirklich sehr stürmisch und regnerisch wird, werde ich das natürlich wieder einstellen müssen. Die Pflanzen im Gewächshaus machen derzeit noch immer einen sehr guten Eindruck. Auch die Lithops und Conophyten, die neu hinzugekommen waren, sehen top aus.

Mit der Katalogisierung meines diesjährigen Saatgutes bin ich so gut wie fertig. Hinzu kommen noch ein paar bestellte Conos und die Hybridensamen aus der AG. Als nächstes werde ich eine Palette mit Sämlingen aus dem letzten Jahr pikieren. Da sind noch einige Acanthocalycium- und Trichohybriden-Winzlinge drin, die sich mittlerweile bedrängen. Schön, dass es allmählich wieder losgeht. Bald werden hier auch wieder die ersten Fotos zu sehen sein, denn die eine oder andere im Winter blühende Mammillaria zeigt schon fette Knospen und wartet auf die ersten Sonnenstrahlen.

Von Elke Seidel

Beschäftigungstherapie

Bevor die Saison wieder richtig beginnt bin ich dabei, die letzten Fotos aus 2012 auf die Seite zu laden. Heute war ich fleißig und habe die Rubrik "Andere Sukkulenten" mit etlichen Bildern in den Untergruppen Echeveria, Mesembs und Sedum (Hauswurz) bestückt. Viele andere Kakteengattungen wurden im Verlauf der letzten Wochen bereits mit neuen Bildern gefüllt. Einige Sachen liegen noch auf dem Rechner und werden in den nächsten Tagen noch folgen.

Derweil beziehe ich bereits das Saatgut für die kommende Aussaatperiode. Heute sind ein paar Tütchen mit Sempervivum-Samen eingetrudelt. In Aussicht habe ich noch eine Lieferung an Adeniumsaatgut aus England und eine weitere Charge Adenium multiflorum von einem lieben Forumsmitglied. In ebendiesem Kakteenforum startet im März eine Aussaatchallenge, zu der ich mich angemeldet habe. Ein Jahr wird von den Challenge-Teilnehmern akribisch dokumentiert, wie die Samen der zur Aussaat kommenden Astrophytum asterias sich entwickeln. Natürlich startet jeder Teilnehmer unter den gleichen Voraussetzungen und mit der gleichen Menge an Samen aus ein und derselben Herkunft. Schummeln gilt nicht! Wird bestimmt spaßig.

Noch kurz der Wetterbericht: Um die minus 5 °C und etwas Schnee. Der Heizer im Gewächshaus hält eine Minimaltemperatur von 6,8 °C gut ein. Damit bin ich sehr zufrieden.

Von Elke Seidel

Die ersten 120

Gestern habe ich mit der Aussaat begonnen und nun bin ich mit etwa einem Drittel meiner gehorteten Saatgut-Schätze fertig. Bisher konnte ich 120 Portionen Samen aussäen. Begonnen habe ich mit den Echinopsis-/Trichocereus-Samen (rund 80 Portionen). Darüber hinaus einen Schwung Acanthocalycium (17 Portionen), einige Einzelportionen Echinopsis, Gymnocalycium, Escobaria, Pilosocereus sowie eine Portion Melocactus azureus. Jetzt warte ich auf einen Anruf aus dem Gartencenter, dort habe ich mir noch drei größere Mini-Gewächshäuser von der firma Romberg bestellt. Dort gehen jeweils 40 Töpfchen hinein. Dann kann es weitergehen.

Kurze Wetterinfo: Nachdem es tagelang Bindfäden geregnet hat bei Temperaturen um die + 5 °C, danach dann zwei, drei Tage ganz leichten Nachtfrost und tagsüber Sonnenschein gab, soll es in der kommenden Woche kälter werden. Für Westdeutschland werden Nachttemperaturen um die - 8 °C vorhergesagt bei sonnigem Himmel. Also doch noch Winterwetter.

Von Elke Seidel

DKG-Samenliste

Heute ist das neue Heft der DKG gekommen und beinhaltet auch die diesjährige Samenliste. Bei dem reichhaltigen Angebot in Verbindung mit den für Mitglieder niedrigen Preisen fällt es sehr schwer, an sich zu halten und nicht gleich wieder alles zu bestellen. Obwohl, naja, die Sulcorebutien müssen wohl sein ;-)

Das Katzenstreu, welches ich gekauft habe, taugt zum Aussäen nichts. Dafür ist die Körnung viel zu groß. Da es aber gut Wasser aufsaugt und strukturstabil ist, werde ich es auf jeden Fall mit in die Substratmischung für größere Pflanzen geben können. Es staubt absolut nicht und macht das Substrat auch nicht unnötig schwer, wie dies bei Kies der Fall ist. Notfalls kann man es auch zum Abdecken von Pflanzkübeln verwenden, da es farblich dem Bims sehr ähnlich sieht. Als Alternative werde ich bei Rewe nach dem Katzenstreu der Marke "Pussy" suchen, denn hierbei soll es sich überwiegend um ein Kieselgur-Ton-Gemisch handeln.

In der kommenden Woche werde ich mich intensiv um die Bestellung meines neuen Frühbeetes kümmern. Bis es geliefert wird, vergehen sicher ein paar Tage. Es muss ja auch noch zusammengebaut werden und bis es so weit ist, wird es wohl Ende Februar/Anfang März sein. Dann hoffe ich, die ersten Pflanzen - Rebutia, Lobivia, Echinocereus - schon hineinstellen zu können. Immerhin haben die Doppelstegplatten eine Stärke von 16 mm, so dass doch eine gewisse Wärmespeicherung in der noch kühlen Jahreszeit zu erwarten ist.

Ich freue mich, dass es allmählich wieder los geht mit den Kakteen. Draußen herrschen zwar immer noch leichte Minustemperaturen in der Nacht, und auch tagsüber steigt das Thermometer nur knapp über den Gefrierpunkt. Dafür haben wir aber schon den zweiten Tag in Folge strahlend blauen Himmel und Sonne satt. Nun haben meine Aussaaten auch genügend Wärme und fast schon zuviel Sonne an ihrem Fensterplatz. Soweit ich es gesehen habe, ist auch in nahezu allen Töpfchen etwas gekeimt.

Von Elke Seidel

Kapitulation

Nach den neuesten Wettervorhersagen soll es auch in unseren Breiten in den nächsten Tagen noch einmal richtig tief unter die Null-Grad-Marke gehen. Somit habe ich mich dann jetzt doch entschieden, die bereits "ausgewilderten" Kakteen zurück ins Haus zu holen. Das ist mir dann doch zu riskant, auch wenn es im Frühbeet noch immer einige Grade mehr hat als außerhalb.

Heute ist endlich auch die bei der DKG bestellte Samenlieferung eingetroffen. Einen Überblick, was von den bestellten Arten geliefert wurde, habe ich noch nicht. Es sind aber doch eine ganze Menge Tütchen gekommen. Bei Martina Ohr - www.echinocereus.de - und bei www.chiemgau-kaktus.de habe ich noch einige (wenige!) Echinocereus-Arten bestellt. Außerdem von den Ohrs das Buch "Eine Reise zu mexikanischen Standorten von Echinocereus pectinatus". Beim ersten Durchblättern war ich schon sehr beeindruckt von den tollen Fotos. Was mir dort fehlt, auch auf der Homepage, ist ein Hinweis, wie sie die Echinocereen hier in Deutschland kultivieren. Schließlich können wir ja leider nicht mal eben nach Mexiko fahren, obwohl es bestimmt interessant wäre. Im Chiemgau habe ich mich auf die winterharten Arten von Echinocereus beschränkt, außerdem noch zwei Opuntia- und eine Thephrocactus-Arten. Jetzt heißt es also in den nächsten Tagen, noch einmal Schaufel und Erde herausholen und aussäen.

Von Elke Seidel

Viel zu berichten (Teil 1)

Kaum hat man mal eine Woche keine Gelegenheit, sich dem PC zu widmen, da sammeln sich die zu berichtenden Dinge - die ich ja letztendlich auch für mich hier notiere - ziemlich an. Daher werde ich die Berichte mal in einzelne Teile zerlegen, damit sie nicht zu lang werden. Ich beginne hier also mit Teil 1 (wie sinnig), den bisherigen Aussaaten.

Wie berichtet, habe ich meine ersten Aussaaten bereits im Januar, genau zwischen dem 22. und 28.01., vorgenommen. Jeder Topf wurde für sich in einen Gefrierbeutel gepackt und mit einem Gummiband verschlossen. Die einzelnen Töpfe habe ich in ungelochte Aussaatschalen gestellt und auf den Fußboden (geheizt) in Nähe der Fenster gestellt. Meine diesbezüglichen Erfahrungen sind zunächst einmal, dass sich Gummiringe zum Verschließen zwar ganz gut eignen (bei späterer Sonneneinstrahlung sind sie mir im vergangenen Jahr allerdings reihenweise kaputtgegangen), es aber sehr mühsam ist, bei einer Aussaat in rund 100 Töpfen diese zum späteren Lüften alle einzeln aufzupfriemeln. Da sind die Gefrierbeutel, die man oben zusammendrücken kann, weitaus besser, aber auch bei dieser Menge kaum kostensparend. Vielleicht werde ich beim nächsten Aussäen versuchen, die Beutel mit Büroklammern zu verschließen. Der zweite Punkt ist, dass man doch eine ganze Menge an größeren Aussaatschalen braucht - es passen immer 8 Töpfe hinein - so dass auch dies eine teure Angelegenheit werden kann. Zwar kann man die Töpfe zu beginn und auch später gut darin anstauen, aber sobald die Töpfe erst einmal in Plastiktüten sitzen, ist das Wässern ja auf längere Sicht erst einmal unnötig. Also habe ich mir für einen Teil der Töpfe im Supermarkt ein paar stabile flache Pappkartons besorgt, so dass ich die Aussaaten zumindest problemlos hin- und herschleppen kann. Um das gemeinsame Anstauen mache ich mir dann später Gedanken.

Zu den Aussaaten und Keimquoten an sich möchte ich folgendes festhalten:

Die Hybridensamen (Echinopsis, Trichocereus, Chamaecereus etc.) sind zum Teil sehr gut aufgelaufen, allerdings waren auch einige Flops darunter. Flops in sofern, dass entweder gar nichts keimte, die Keimlinge durchweg weiß und durchscheinend waren, oder - wie bei den Chamaecereus-Hybriden - ziemlich lang und dünn geworden sind. Meine erste eigene Kreuzung (Lobivia haematantha rebutioides "sublimiflora" x Lobivia haematantha v. rebutioides R219), von der ich 20 Korn geerntet hatte, hat gar nicht gekeimt. Was soll's. Einige Echinocereus-Kreuzungen, die von frostharten Exemplaren stammten und auf die ich ziemliche Hoffnungen gesetzt hatte, sind bisher noch gar nicht oder nur ganz vereinzelt aufgegangen. Aber es gibt auch Kreuzungen, die unzählbar viele knackig grüne Keimlinge mit gedrungenem Wuchs hervorgebracht haben, ganz so wie es sein sollte. Es bleibt also eine spannende Angelegenheit.

Die zweite Fuhre Samen sind Echinocereus, gekauft im Internet bei www. echinocereus.de (Martina Ohr). Hier lauten meine Aufzeichnungen in etwa so: Nix gekommen - 4 Keime - 13 Keime - fast alle da - alle da. Ich hab mal durchgezählt: Von 9 verschiedenen Arten (jeweils 50 Korn) habe ich 450 Korn ausgesät, davon sind bislang rund 252 Korn aufgegangen, also auf jeden Fall mehr als 50 %. Vielleicht lassen sich die, die bisher eine Nullrunde gemacht haben, ja später doch noch sehen. Gerade bei den Frostharten weiß ich nicht genau, wie das Keimverhalten ist, ob sie erst eine Kälteperiode brauchen um zu keimen oder was sonst. Bei Opuntien heißt es ja, man solle die Hoffnung nicht zu schnell aufgeben, weil nach Austrocknung und späterer Wiederbefeuchtung durchaus auch nach zwei Jahren etwas aufgehen kann. Übrigens habe ich bei meinen Opuntiensämlingen, die den Winter im Frühbeet verschlafen haben, auch den Eindruck, als seien dort noch zwei oder drei Samen aufgegangen, die ich vorher noch nicht gesehen habe. Die Natur wird es schon richtig machen, und der Mensch kann nur zusehen und staunen.

Nun komme ich zu meinen Sorgenkindern, den Sulcorebutien. Ich weiß echt nicht, was ich mit denen verkehrt mache. Schon im vergangenen Jahr war die Keimquote gegen Null, wobei ich dachte, ich hätte vielleicht zuviel Wasser in den Gefrierbeutel getan, so dass die Samen vielleicht versumpft sind. Aber auch die Samen, die ich jetzt ausgesät habe, und das waren doch 12 verschiedene Arten, haben bisher nur maximal 3 bis 4 Keimlinge hervorgebracht, manche auch noch gar nichts. Da stimmt doch irgend etwas nicht? Die Samen kamen schon aus einer zuverlässigen Quelle. Ob sie wohl eine längere Lagerzeit benötigen, bevor sie ausgesät werden? Ich werde mich da wohl noch umhören müssen. Für jeden Tipp bin ich dankbar.

Mammillaria! Was hat mich nur geritten, Mammillarien auszusäen? Eigentlich war ich doch immer gegen diese extrem bedornten Gartencenter-Kakteen. Bis ich dann feststellte, dass es dabei durchaus auch ganz andere und toll aussehende Arten gibt. Okay, ich gebe zu, sie enttäuschen mich bisher nicht und haben fast durchweg eine Keimquote von 80 % hervorgebracht. Da kommt sicher noch was auf mich zu.

Nun zu Ariocarpus, wirklich eine Spezies für sich. Etwas für Spezialisten, wie es heißt. Nichts für Unerfahrene. Nun gut, nach über einem Jahr und mit meiner Nase in jedem Kakteenbuch und auf jeder nur auffindbaren Website behaupte ich mal, dass ich mich allmählich auch an diese Gattung herantrauen kann. Heißt es nicht: Versuch macht klug? Da ich ja nun seit kurzem Mitglied in der DKG bin, habe ich mir die dortige Sonderpublikation über Ariocarpen bestellt. Die Bilder in dem Heft sind wirklich einzigartig. So viele Standortfotos und viele, viele Blüten. Dazu eine Beschreibung der verschiedenen Arten und Fundorte. Ein kurzer Einblick in die Aussaat und ein längerer Einblick in das Pfropfen der Ariocarpen (im übrigen sehr gut erklärt). Die 10 Euro waren für mich gut angelegt! Ach ja, und ganz nebenbei, es sind natürlich auch schon einige gekeimt.

Über die ausgesäten Astrophyten will ich gar nicht groß reden: Die kommen garantiert innerhalb von wenigen Tagen hoch. Keimquote fast überwiegend 90 %.

Echinocactus grusonii in zwei Ausführungen - mit gelben und mit weißen Dornen - habe ich eigentlich nur spaßeshalber ausgesät, weil der Samen so billig war. Das Resultat ist bisher eher enttäuschend. Von jeweils rund 50 Korn sind einmal 20 und bei der anderen Art 30 Korn aufgegangen, aber wie: lang und krumm, sich offensichtlich nach dem Licht streckend wie Tomatenkeimlinge. Also dass daraus einmal "Schwiegermuttersitze" werden könnten, wage ich zu bezweifeln.

Escobaria - eigentlich sind sie alle ganz gut aufgegangen, wenn nicht auch hier ein ABER dahinter stünde. Auch sie sind mit dem Zertifikat "zu lang" von mir versehen worden. Schade eigentlich. Ich hätte doch gerne mehr frostresistente Kakteen.

Coryphantha dagegen haben den Beinamen "dicke Pröppel" von mir bekommen. Von 30 Samen sind 35 gekeimt. Ups, wie geht das denn? Naja, man darf sich ja wohl noch verzählen. Alles ist gut mit diesen Keimlingen.

Notocactus uebelmannius, der eine sehr schöne weinrote Blüte bekommen soll und für das Fensterbrett geeignet ist, hat von 30 Korn nur einen Keim hervorgebracht. Ich warte geduldig auf mehr.

Das war es so im Groben bezüglich der Aussaaten. Ich habe versucht, die langen Keime mit einer mehr oder weniger dicken Schicht Kies (Körnung 1 - 2 mm) zu stabilisieren. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Im übrigen wird es jetzt am Fenster bei zeitweiser Sonneneinstrahlung (ja - die gibt es noch!) schon wieder zu heiß und es liegt Zeitungspapier zum Schattieren bereit.

Wer bis hierher durchgehalten hat mit dem Lesen, der sei beglückwünscht. Ich verspreche, dass die Teile 2 und 3 nicht mehr ganz so ausufernd werden, aber bei den Aussaaten ging es leider nicht anders. Bis später.

Von Elke Seidel

Es grünt so grün

Ein Großteil meiner ersten Aussaat steckt bereits die Köpfe aus der Erde. Viele Arten keimen zu 100 %. Zum Glück schien heute zeitweise die Sonne. Die Temperaturen lagen knapp über 0 Grad, der Wetterbericht verspricht, dass es in den nächsten Tagen im Plusbereich bleibt. Ein paar Kakteen sind heute noch umgetopft worden, und auch die Haworthien und Gasterien sind in frische Erde gekommen. Allmählich bin ich jetzt durch mit der Umtopfaktion. Ein paar Echeverien sollten vielleicht noch drankommen. Aber mit dieser Gattung stehe ich etwas auf Kriegsfuß, denn die ersten, die ich hatte, habe ich irgendwie schnell totgegossen.

Vor einigen Wochen habe ich mich bei der Deutschen Kakteengesellschaft angemeldet und nun warte ich darauf, meine Mitgliedsnummer und die ersten Exemplare der "KuaS" zu bekommen. Ein Probeexemplar dieser Kakteenzeitschrift hatte ich mir schon schicken lassen, und ich fand es ganz interessant. Die bestellten Samen von der GÖK - das ist übrigens die österreichische Kakteengesellschaft - sind wohl auf dem Weg, aber wahrscheinlich irgendwo im Schnee stecken geblieben.

Von Elke Seidel

Aussaataktion beendet

Nachdem vorgestern zwei große Pakete mit Anzuchterde, Kakteenerde, Kieselgur, Bims, Töpfen und anderem Zubehör bei mir eingetroffen sind, habe ich gestern die letzten (wer weiß!) Aussaaten gemacht. Nun stehen 114 Töpfe mit den unterschiedlichsten Gattungen und Arten von Kakteen, jeder einzeln mit einem Gefrierbeutel umhüllt und verschlossen, dicht gedrängt im Wohnzimmer vor den Fenstern (sehr zur Freude meiner Familie!). Durch die Fußbodenheizung - anders ginge es gar nicht - bekommen sie von unten zwischen 25 und 27 °C Wärme ab. Was im Augenblick fehlt ist die Sonne. Immerhin ist von dem ersten Schwung, den ich vor einer Woche gesät habe, schon ein erheblicher Teil gekeimt. Obwohl ich die Erde für diesen ersten Teil sogar im Backofen sterilisiert hatte und mit Chinosol angegossen habe, stellte ich an manchen Stellen eine leichte Schimmelbildung fest. Es kann natürlich möglich sein, dass die Samen etwas verunreinigt waren. Zum Teil wird es sich auch um den feinen Flaum handeln, den die Wurzeln der Keimlinge an sich haben. Die allermeisten sehen aber gut aus.

Neben einer größeren Anzahl an Echinopsis-Hybriden und Echinocereen habe ich folgende Arten ausgesät:

Agave

utahensis v. kaibabensis Lz2042

Agave

utahensis v. eborispina

Escobaria

sandbergii

Mammillaria

meiacantha RP89

Sulcorebutia

steinbachii f. lepida

Sulcorebutia

cancidae v. kamiensis L974

Sulcorebutia

JK318

Sulcorebutia

verticullantha v. cuprea (WR476/OS)

Sulcorebutia

tarabucoensis v. callecallensis

Sulcorebutia

HS213 Toro-Toro

Sulcorebutia

krugerae v. hoffmannii HS90

Sulcorebutia

mentosa HS48

Sulcorebutia

jolanta

Sulcorebutia

polymorpha

Sulcorebutia

tiraquensis f. bicolorspina KK809

Sulcorebutia

albissima HS13

Mammillaria

bocensis v. rubida

Mammillaria

schiedeana

Mammillaria

carnea

Mammillaria

guelzowiana

Mammillaria

parkinsonii

Mammillaria

candida

Mammillaria

wilcoxii f. meridoriseii

Mammillaria

dodsonii

Mammillaria

microheliopsis

Mammillaria

rekoii v. aurispina REP939

Mammillaria

chionocephala

Ariocarpus

fissuratus ssp. intermedius

Ariocarpus

trigonus v. minor

Astrophytum

asteria "BALL"

Astrophytum

asterias (Perlenkette)

Astrophytum

asterias Hybride "Roseiflora"

Astrophytum

Snow Kabuto

Astrophytum

myriostigma Varigata

Astrophytum

Onzuka V-Form

Astrophytum

capricorne cv. Krausii

Astrophytum

senile

Astrophytum

senile f. aureum (wie 311?)

Astrophytum

senile spec.

Astrophytum

Super Kabuto

Astrophytum

asterias f. Multipunktata

Astrophytum

senile f. aureum (wiee 307?)

Lophophora

williamsii

Lophophora

caespitosa

Echinocactus

grusonii

Echinocactus

grusonii f. albispinum

Escobaria

missouriensis

Escobaria

vivipara v. arizonica

Coryphantha

radians

Coryphantha

echinus

Coryphantha

pseudoechinus

Notocactus

uebelmannius

 

Von Elke Seidel

1. Aussaat 2010

Die ersten Aussaaten für dieses Jahr habe ich gestern und vorgestern getätigt. Mein Samenangebot aus diversen Quellen ist ja recht reichhaltig. Dabei waren z. B. jede Menge Echinopsis-Kreuzungen aus der AG Echinopsishybriden. Meine erste eigene Kreuzung ist auch in der Erde. Darüber hinaus wohl rund 20 verschiedene Echinocereen, zum Teil winterhart von www.echinocereus.de. Mammillarien (an die ich eigentlich gar nicht ran wollte. Sage niemals NIE!) und Sulcorebutien einer Kakteenliebhaberin aus dem Forum. Ach ja, und kurzfristig habe ich mir im Netz noch 100 Samen Trichocereus pachanoi bestellt und einige Aztekiumsamen. Die Trichos habe ich sofort mit ausgesät. Vielleicht kann ich sie in ein paar Jahren zum Pfropfen verwenden. Die etwas schwierigeren Kandidaten habe ich mir noch aufbewahrt, auch deshalb, weil mir die Erde ausgegangen ist. Es handelt sich um besagte Aztekien, Lophophoren und eine nicht geringe Anzahl an Astrophyten. Vielleicht bekomme ich sogar noch einige Tütchen mit frostharten Escobarien.

Darüber hinaus habe ich mich entschlossen, der Deutschen Kakteengesellschaft beizutreten. Die monatlichen Publikationen gefallen mir ganz gut. Vielleicht gibt sich ja auch die Gelegenheit, den einen oder anderen Vortrag bei der Dortmunder Ortsgruppe anzuhören.

Ansonsten liegen die Temperaturen hier um die 0 Grad, tagsüber auch leicht darüber, und es schneit ein wenig, aber nicht der Rede wert bisher.

Von Elke Seidel

Epicactus-Hybride Clown

Nach fast 10 Monaten Wartezeit ist nun endlich der Clown bei mir eingezogen. Diese begehrte Epicactus-Hybride mit den himbeerfarben-weiß-roten Blüten war sofort mein Favorit, als ich sie zum ersten Mal sah. Der kleine Ableger sieht kräftig und gesund aus und ich hoffe, dass er bei guter Pflege spätestens in 2 Jahren blüht. Ich werde ihn hegen und pflegen, denn er wird hoch gehandelt. Zwar nicht ganz so hoch, wie die Tulpenzwiebeln im 17. Jahrhundert. Zum Spekulationsobjekt an der Börse wird sich die Pflanze wohl kaum erheben und auf den damaligen Börsencrash können wir getrost verzichten. Aber eine Pflanze zu besitzen, die - noch - Seltenheitswert hat, ist ja mal nicht schlecht.

Ansonsten habe ich mir die trüben Tage damit verschönert, ein paar Samentütchen von Sulcorebutia und Mammillaria zu bestellen. Auf dass die Wohnung voll werde!

Von Elke Seidel