Herzlich Willkommen.

Auf meiner Homepage werde ich in erster Linie über meine Kakteen berichten. Ein kleiner Raum ist aber auch meinen anderen Hobbies - dem Patchworken und Quilten, dem Stricken und dem Herstellen von Teddybären - gewidmet. Ich hoffe, dass Euch meine Seite gefällt und wünsche viel Spaß beim Stöbern.

Elke

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Tagebuch (Schlagwort: kreuzungen)

Samen ohne Ende

Soeben habe ich die Samen aus meinen vier eigenen Kreuzungsversuchen gepult. Von einer Kreuzung gab es 257 Samenkörner. Eine wildbestäubte Chamaecereus-Hybride hatte auch gleich mal rund 100 Körner in der Kapsel. Hoffentlich wird es bald Frühling, damit ich loslegen kann. In der Zwischenzeit gucke ich mir schon mal die Augen eckig bei diversen Kakteenseiten. Vielleicht sollte ich mir irgendwo ein Gewächshaus anmieten.

Von Elke Seidel

Willkommen im Jahre 2011

Ich würde mich freuen, wenn ich auch in diesem Jahr wieder ein paar heimliche Mitleser hätte. Natürlich werde ich mich nach Kräften bemühen, diese Seite nicht einschlafen zu lassen. Dazu bedarf es natürlich vieler Neuigkeiten rund um unseren Freund "Kaktus". "Freunde" sollte ich besser sagen, denn bei einem Kaktus bleibt es selten, wenn einen das Kaktus-Fieber erst einmal gepackt hat. In diesem Sinne (frei nach Rangar Yogeshwar in der Sendung Quarks & Co): Bleiben Sie mir treu und empfehlen Sie mich weiter...

Heute habe ich die letzten drei Samenkapseln an einer Lobivia abgenommen. Somit sind mir im vergangenen Jahr vier Kreuzungen gelungen. Das hört sich wenig an, ist aber immerhin eine Steigerung um 400 % im Vergleich zum Vorjahr. Ob die Kreuzungen gelungen sind, wird sich natürlich erst zeigen, wenn das Saatgut gekeimt ist, die Sämlinge sich gut entwickeln, wachsen und gedeihen und vielleicht dann in zwei, drei Jahren ihre erste Blüte offenbaren. Ich habe eine sehr blühfreudige Pflanze - Lobivia haemathanta rebutioides sublimiflora, die sich anscheinend auch gut kreuzen lässt und die ich natürlich sowohl als Mutterpflanze als auch als Vaterpflanze mit anderen Echinopsen zu kreuzen versucht habe. Hier ein Bild der o. g. Lobivia:

ESX_Lobivia_haematantha_rebuitoides_sublimiflora_Nr198_01.jpg

 

Hier die Kreuzungspartner der Kreuzung ESX-2010-06: Lobivia haemathanta rebutioides sublimiflora X EP 356 DUSK blutrot

ESX_2010_06.JPG

 

ESX-2010-01: Lob. haemathanta v. rebutioides R219 X Lobivia haemathanta rebutioides sublimiflora

ESX_2010_01_Nr197_Lob_haematantha_v_rebutioidesR219.jpg

 

Damit es mir nicht langweilig wird - und natürlich wegen des Spaßes an der Sache - habe ich auch wieder einige Kreuzung der AG Echinopsis Hybriden erhalten. So gaaanz leise kribbeln ja schon die äußersten Spitzen meiner Finger und wollen schon wieder mit Erde in Berührung kommen. Aber ich bleibe hart! Zunächst sind noch einige Näharbeiten auf meiner ToDo-Liste, dann müssen noch die neuen Samentütchen katalogisiert werden, Schildchen schreiben, Frühbeet ordern usw. Außerdem habe ich noch jede Menge Lektüre über Kakteen, die ich noch lesen will. Ich glaube, in diesem Jahr wird es schneller Frühling werden, als mir lieb ist. (Nicht wirklich, aber die Zeit läuft einem davon, wenn man noch so viel zu tun hat). Vor allem aber will ich erst Ende März/Anfang April mit der diesjährigen Aussaat beginnen. Bis dahin sind es ja (nur) noch 88 Tage.

Von Elke Seidel

Viel zu berichten (Teil 1)

Kaum hat man mal eine Woche keine Gelegenheit, sich dem PC zu widmen, da sammeln sich die zu berichtenden Dinge - die ich ja letztendlich auch für mich hier notiere - ziemlich an. Daher werde ich die Berichte mal in einzelne Teile zerlegen, damit sie nicht zu lang werden. Ich beginne hier also mit Teil 1 (wie sinnig), den bisherigen Aussaaten.

Wie berichtet, habe ich meine ersten Aussaaten bereits im Januar, genau zwischen dem 22. und 28.01., vorgenommen. Jeder Topf wurde für sich in einen Gefrierbeutel gepackt und mit einem Gummiband verschlossen. Die einzelnen Töpfe habe ich in ungelochte Aussaatschalen gestellt und auf den Fußboden (geheizt) in Nähe der Fenster gestellt. Meine diesbezüglichen Erfahrungen sind zunächst einmal, dass sich Gummiringe zum Verschließen zwar ganz gut eignen (bei späterer Sonneneinstrahlung sind sie mir im vergangenen Jahr allerdings reihenweise kaputtgegangen), es aber sehr mühsam ist, bei einer Aussaat in rund 100 Töpfen diese zum späteren Lüften alle einzeln aufzupfriemeln. Da sind die Gefrierbeutel, die man oben zusammendrücken kann, weitaus besser, aber auch bei dieser Menge kaum kostensparend. Vielleicht werde ich beim nächsten Aussäen versuchen, die Beutel mit Büroklammern zu verschließen. Der zweite Punkt ist, dass man doch eine ganze Menge an größeren Aussaatschalen braucht - es passen immer 8 Töpfe hinein - so dass auch dies eine teure Angelegenheit werden kann. Zwar kann man die Töpfe zu beginn und auch später gut darin anstauen, aber sobald die Töpfe erst einmal in Plastiktüten sitzen, ist das Wässern ja auf längere Sicht erst einmal unnötig. Also habe ich mir für einen Teil der Töpfe im Supermarkt ein paar stabile flache Pappkartons besorgt, so dass ich die Aussaaten zumindest problemlos hin- und herschleppen kann. Um das gemeinsame Anstauen mache ich mir dann später Gedanken.

Zu den Aussaaten und Keimquoten an sich möchte ich folgendes festhalten:

Die Hybridensamen (Echinopsis, Trichocereus, Chamaecereus etc.) sind zum Teil sehr gut aufgelaufen, allerdings waren auch einige Flops darunter. Flops in sofern, dass entweder gar nichts keimte, die Keimlinge durchweg weiß und durchscheinend waren, oder - wie bei den Chamaecereus-Hybriden - ziemlich lang und dünn geworden sind. Meine erste eigene Kreuzung (Lobivia haematantha rebutioides "sublimiflora" x Lobivia haematantha v. rebutioides R219), von der ich 20 Korn geerntet hatte, hat gar nicht gekeimt. Was soll's. Einige Echinocereus-Kreuzungen, die von frostharten Exemplaren stammten und auf die ich ziemliche Hoffnungen gesetzt hatte, sind bisher noch gar nicht oder nur ganz vereinzelt aufgegangen. Aber es gibt auch Kreuzungen, die unzählbar viele knackig grüne Keimlinge mit gedrungenem Wuchs hervorgebracht haben, ganz so wie es sein sollte. Es bleibt also eine spannende Angelegenheit.

Die zweite Fuhre Samen sind Echinocereus, gekauft im Internet bei www. echinocereus.de (Martina Ohr). Hier lauten meine Aufzeichnungen in etwa so: Nix gekommen - 4 Keime - 13 Keime - fast alle da - alle da. Ich hab mal durchgezählt: Von 9 verschiedenen Arten (jeweils 50 Korn) habe ich 450 Korn ausgesät, davon sind bislang rund 252 Korn aufgegangen, also auf jeden Fall mehr als 50 %. Vielleicht lassen sich die, die bisher eine Nullrunde gemacht haben, ja später doch noch sehen. Gerade bei den Frostharten weiß ich nicht genau, wie das Keimverhalten ist, ob sie erst eine Kälteperiode brauchen um zu keimen oder was sonst. Bei Opuntien heißt es ja, man solle die Hoffnung nicht zu schnell aufgeben, weil nach Austrocknung und späterer Wiederbefeuchtung durchaus auch nach zwei Jahren etwas aufgehen kann. Übrigens habe ich bei meinen Opuntiensämlingen, die den Winter im Frühbeet verschlafen haben, auch den Eindruck, als seien dort noch zwei oder drei Samen aufgegangen, die ich vorher noch nicht gesehen habe. Die Natur wird es schon richtig machen, und der Mensch kann nur zusehen und staunen.

Nun komme ich zu meinen Sorgenkindern, den Sulcorebutien. Ich weiß echt nicht, was ich mit denen verkehrt mache. Schon im vergangenen Jahr war die Keimquote gegen Null, wobei ich dachte, ich hätte vielleicht zuviel Wasser in den Gefrierbeutel getan, so dass die Samen vielleicht versumpft sind. Aber auch die Samen, die ich jetzt ausgesät habe, und das waren doch 12 verschiedene Arten, haben bisher nur maximal 3 bis 4 Keimlinge hervorgebracht, manche auch noch gar nichts. Da stimmt doch irgend etwas nicht? Die Samen kamen schon aus einer zuverlässigen Quelle. Ob sie wohl eine längere Lagerzeit benötigen, bevor sie ausgesät werden? Ich werde mich da wohl noch umhören müssen. Für jeden Tipp bin ich dankbar.

Mammillaria! Was hat mich nur geritten, Mammillarien auszusäen? Eigentlich war ich doch immer gegen diese extrem bedornten Gartencenter-Kakteen. Bis ich dann feststellte, dass es dabei durchaus auch ganz andere und toll aussehende Arten gibt. Okay, ich gebe zu, sie enttäuschen mich bisher nicht und haben fast durchweg eine Keimquote von 80 % hervorgebracht. Da kommt sicher noch was auf mich zu.

Nun zu Ariocarpus, wirklich eine Spezies für sich. Etwas für Spezialisten, wie es heißt. Nichts für Unerfahrene. Nun gut, nach über einem Jahr und mit meiner Nase in jedem Kakteenbuch und auf jeder nur auffindbaren Website behaupte ich mal, dass ich mich allmählich auch an diese Gattung herantrauen kann. Heißt es nicht: Versuch macht klug? Da ich ja nun seit kurzem Mitglied in der DKG bin, habe ich mir die dortige Sonderpublikation über Ariocarpen bestellt. Die Bilder in dem Heft sind wirklich einzigartig. So viele Standortfotos und viele, viele Blüten. Dazu eine Beschreibung der verschiedenen Arten und Fundorte. Ein kurzer Einblick in die Aussaat und ein längerer Einblick in das Pfropfen der Ariocarpen (im übrigen sehr gut erklärt). Die 10 Euro waren für mich gut angelegt! Ach ja, und ganz nebenbei, es sind natürlich auch schon einige gekeimt.

Über die ausgesäten Astrophyten will ich gar nicht groß reden: Die kommen garantiert innerhalb von wenigen Tagen hoch. Keimquote fast überwiegend 90 %.

Echinocactus grusonii in zwei Ausführungen - mit gelben und mit weißen Dornen - habe ich eigentlich nur spaßeshalber ausgesät, weil der Samen so billig war. Das Resultat ist bisher eher enttäuschend. Von jeweils rund 50 Korn sind einmal 20 und bei der anderen Art 30 Korn aufgegangen, aber wie: lang und krumm, sich offensichtlich nach dem Licht streckend wie Tomatenkeimlinge. Also dass daraus einmal "Schwiegermuttersitze" werden könnten, wage ich zu bezweifeln.

Escobaria - eigentlich sind sie alle ganz gut aufgegangen, wenn nicht auch hier ein ABER dahinter stünde. Auch sie sind mit dem Zertifikat "zu lang" von mir versehen worden. Schade eigentlich. Ich hätte doch gerne mehr frostresistente Kakteen.

Coryphantha dagegen haben den Beinamen "dicke Pröppel" von mir bekommen. Von 30 Samen sind 35 gekeimt. Ups, wie geht das denn? Naja, man darf sich ja wohl noch verzählen. Alles ist gut mit diesen Keimlingen.

Notocactus uebelmannius, der eine sehr schöne weinrote Blüte bekommen soll und für das Fensterbrett geeignet ist, hat von 30 Korn nur einen Keim hervorgebracht. Ich warte geduldig auf mehr.

Das war es so im Groben bezüglich der Aussaaten. Ich habe versucht, die langen Keime mit einer mehr oder weniger dicken Schicht Kies (Körnung 1 - 2 mm) zu stabilisieren. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Im übrigen wird es jetzt am Fenster bei zeitweiser Sonneneinstrahlung (ja - die gibt es noch!) schon wieder zu heiß und es liegt Zeitungspapier zum Schattieren bereit.

Wer bis hierher durchgehalten hat mit dem Lesen, der sei beglückwünscht. Ich verspreche, dass die Teile 2 und 3 nicht mehr ganz so ausufernd werden, aber bei den Aussaaten ging es leider nicht anders. Bis später.

Von Elke Seidel

1. Aussaat 2010

Die ersten Aussaaten für dieses Jahr habe ich gestern und vorgestern getätigt. Mein Samenangebot aus diversen Quellen ist ja recht reichhaltig. Dabei waren z. B. jede Menge Echinopsis-Kreuzungen aus der AG Echinopsishybriden. Meine erste eigene Kreuzung ist auch in der Erde. Darüber hinaus wohl rund 20 verschiedene Echinocereen, zum Teil winterhart von www.echinocereus.de. Mammillarien (an die ich eigentlich gar nicht ran wollte. Sage niemals NIE!) und Sulcorebutien einer Kakteenliebhaberin aus dem Forum. Ach ja, und kurzfristig habe ich mir im Netz noch 100 Samen Trichocereus pachanoi bestellt und einige Aztekiumsamen. Die Trichos habe ich sofort mit ausgesät. Vielleicht kann ich sie in ein paar Jahren zum Pfropfen verwenden. Die etwas schwierigeren Kandidaten habe ich mir noch aufbewahrt, auch deshalb, weil mir die Erde ausgegangen ist. Es handelt sich um besagte Aztekien, Lophophoren und eine nicht geringe Anzahl an Astrophyten. Vielleicht bekomme ich sogar noch einige Tütchen mit frostharten Escobarien.

Darüber hinaus habe ich mich entschlossen, der Deutschen Kakteengesellschaft beizutreten. Die monatlichen Publikationen gefallen mir ganz gut. Vielleicht gibt sich ja auch die Gelegenheit, den einen oder anderen Vortrag bei der Dortmunder Ortsgruppe anzuhören.

Ansonsten liegen die Temperaturen hier um die 0 Grad, tagsüber auch leicht darüber, und es schneit ein wenig, aber nicht der Rede wert bisher.

Von Elke Seidel

Echinopsis-Hybriden

Nach anfänglichem "Herumeiern" und Testen, welche Kakteen am besten zu mir passen, habe ich mich entschieden, einen Schwerpunkt meiner Sammlung auf Echinopsis-Hybriden zu legen. Insbesondere die Art E. jajoiana finde ich besonders schön mit ihren großen Blüten und dem schwarzen Schlund. Der Weg war nicht weit, eine Seite im Netz zu finden, die sich mit der Züchtung von Echinopsis-Hybriden beschäftigt. Sicher ist dies ein langwieriges Hobby, bei dem man erst nach Jahren Erfolge verzeichnen kann. Trotzdem möchte ich es auch gerne ausprobieren, vielleicht habe ich ja irgendwann einmal einen persönlichen Erfolg. Und die Freude über eine gelungene Kreuzung soll ja dabei an erster Stelle stehen. Natürlich bin ich dabei weit entfernt von jenen Züchtern, die sich quasi schon ihr halbes Leben mit der Hybridenzucht beschäftigen und dabei ganz beachtliche Erfolge erzielt haben. Trotzdem habe ich mir, um die Sache ganz korrekt zu betreiben, ein offizielles Züchterkürzel zugelegt. Sollte es also jemals soweit sein, dann trägt meine Neuschöpfung das Kürzel ESX.

Von Elke Seidel